Mateschitz mit Swarovski

Nach Marko-Beben – Red-Bull-Bosse bei Rede emotional

Zwei Tage nach dem Formel-1-Knall um die Trennung von Helmut Marko eröffnete Red-Bull-CEO Oliver Mintzlaff die neue Geschäftsstelle in Leipzig.
Sport Heute
10.12.2025, 15:47
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Während Red Bull in der Formel 1 nach dem Marko-Aus in eine neue Ära startet, setzte der Konzern in Deutschland am Mittwoch ein Ausrufezeichen: RB Leipzig eröffnete seine neue, rund 60 Millionen Euro teure Geschäftsstelle. 600 geladene Gäste aus Politik und Sport waren dabei, als der Klub offiziell sein neues Zuhause präsentierte. Die neue Zentrale bietet auf 14.500 Quadratmetern Platz für bis zu 300 Mitarbeiter.

Red-Bull-Boss und RB-Aufsichtsratschef Oliver Mintzlaff (50) erklärte: "Wir haben ein Arbeitsumfeld geschaffen, das unter Fußball-Bundesligisten seinesgleichen sucht. (...) Für mich ist es heute sicherlich ein bewegender und auch ein Stück weit emotionaler Moment."

CEO Oliver Mintzlaff und Erbe Mark Mateschitz.
IMAGO/Picture Point LE

Mit zittriger Stimme, den Tränen nahe, erinnerte Mintzlaff an ein Gespräch mit dem 2022 verstorbenen Red-Bull-Gründer Dietrich Mateschitz: "Wir waren dann auch bei Herrn Mateschitz, der gesagt hat: 'Ja, aber wir müssen was Tolles bauen. Und diesem Klub auch perspektivisch ein richtiges Zuhause geben.' Und das Zuhause haben wir hier. Das ist sicherlich etwas, wo er auch sehr stolz wäre, wenn er das jetzt hier miterleben würde."

Dafür gab es Applaus, auch von Erbe Mark Mateschitz und seiner Freundin Victoria Swarovski. Der Sohn des Verstorbenen wirkte sichtlich gerührt.

Parallel: F1-Beben um Marko-Aus

Der Auftritt von Mintzlaff ging nach Chaos-Tagen im Formel-1-Team rund um das verlorene WM-Finale über die Bühne. Die Ära von Helmut Marko (82) als Motorsport-Berater endete nach 20 Jahren, 417 Rennen, acht Fahrertiteln (Vettel/Verstappen) und sechs Konstrukteurstiteln.

Offiziell hieß es, Marko gehe "auf eigenen Wunsch". In der Aussendung wurde er so zitiert: "Ich bin seit sechs Jahrzehnten im Motorsport tätig, und die vergangenen mehr als zwanzig Jahre bei Red Bull waren eine außergewöhnliche und äußerst erfolgreiche Reise. Es war eine wunderbare Zeit."

Hinter den Kulissen soll es aber gekracht haben: Laut De Limburger habe Marko weitreichende Entscheidungen ohne Absprache getroffen – ohne Teamchef Laurent Mekies oder Sport-Boss Oliver Mintzlaff einzubinden. Besonders pikant: Marko soll bereits im Sommer das Racing-Bulls-Cockpit für Arvid Lindblad fixiert haben.

Richtig Ärger soll es dann beim Vertrag des McLaren-Talents Alex Dunne gegeben haben: Marko soll den Deal im Alleingang durchgezogen haben – gegen den Willen der Chefetage. Das Management rund um CEO Mintzlaff sei demnach "wütend" gewesen und habe Marko gezwungen, den Vertrag sofort wieder aufzulösen. Die Folge: angeblich eine sechsstellige Summe Schaden.

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