Firma schuldete ihm noch Geld

Nach Montagefehler – Lehrling Lukas einfach entlassen

Kurz vor der Lehrabschlussprüfung flog ein Lehrling wegen eines Fehlers raus. Vor Gericht stellte sich dann heraus: Ihm standen tausende Euro zu.
Österreich Heute
31.05.2026, 14:02
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Ein einzelner Montagefehler hatte für Lukas H. drastische Folgen: Der junge Mann wurde von seinem Arbeitgeber fristlos entlassen – und das ausgerechnet kurz vor seiner Lehrabschlussprüfung. Besonders brisant: Er befand sich zu diesem Zeitpunkt bereits in der gesetzlichen Weiterbeschäftigungszeit nach der Lehre.

Überstunden statt Minusstunden

Doch damit nicht genug: Laut Endabrechnung sollte der ehemalige Lehrling seinem Betrieb sogar noch Geld schulden. Die Firma zog ihm angebliche Minusstunden ab.

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Bei genauer Prüfung zeigte sich allerdings ein völlig anderes Bild: Lukas H. konnte detaillierte Arbeitszeitaufzeichnungen vorlegen, die belegten, dass er während seiner Lehrzeit regelmäßig früher beginnen musste – jeden Tag rund 20 Minuten vor dem offiziellen Arbeitsbeginn.

Dadurch hatte sich laut den Unterlagen ein erhebliches Zeitguthaben angesammelt – statt der behaupteten Minusstunden.

Einigung vor Gericht

Der Fall landete mit Hilfe der Arbeiterkammer Steiermark schließlich vor Gericht. Dort konnte eine Einigung erzielt werden: Die fristlose Entlassung wurde in eine einvernehmliche Auflösung umgewandelt. Zusätzlich erhielt der junge Mann insgesamt 17.500 Euro zugesprochen.

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