Nachbarschaftsstreit

Schüsse auf Drohne! FPÖ-Politiker bekommt Waffenverbot

Ein Drohnenflug für eine geplante Photovoltaikanlage endete in der Steiermark mit einem Polizeieinsatz. Der angebliche Schütze sagt, "alles Lüge".
Michael Pollak
30.05.2026, 16:41
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Es waren eigentlich alltägliche Vorbereitungen für eine Dachkonstruktion, die einen Polizeieinsatz auslösten. In Gabersdorf im Bezirk Leibnitz (Steiermark) ist offenbar ein Nachbarschaftsstreit zwischen dem Weinbaupräsidenten und Winzer Stefan Potzinger und dem FPÖ-Gemeinderat sowie Gemeindekassier Ernst Holler eskaliert.

Auslöser soll ein Drohnenflug vor rund zwei Wochen gewesen sein. Potzinger habe einen Fachmann beauftragt, das Dach seines Hauses mittels Drohne zu vermessen, um eine Photovoltaikanlage planen zu können, das berichtete zuerst die Kleine Zeitung.

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Während des Einsatzes fielen plötzlich Schüsse, offenbar vom Nachbargrundstück, so der Bericht. Die Drohne wurde zwar nicht getroffen, dennoch wurde die Polizei verständigt und rückte aus.

Die Folgen für den Nachbarn, den FPÖ-Politiker: Die Beamten beschlagnahmten mehrere Waffen, darunter ein Jagdgewehr, und sprachen ein vorübergehendes Waffenverbot aus. Inzwischen hat die Bezirkshauptmannschaft Leibnitz laut Kleiner Zeitung auch ein endgültiges Waffenverbot gegen Holler verhängt. Dieses ist allerdings noch nicht rechtskräftig.

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So reagiert Politiker

"Heute" kontaktierte Politiker Ernst Holler am Telefon. "Alles Lüge" kommentierte er die Geschichte, wollte aber wegen des "laufenden Verfahrens" selbst nicht mehr sagen. Sein Anwalt Andreas Rippel sagt später zu "Heute": "Es gab zumindest einen Schuss, aber sicher nicht in Richtung Drohne."

Der Anwalt gibt zu, dass ein Waffenverbot ausgesprochen ist, es werde aber bekämpft. "Die Behörde geht von falschen Angaben aus, nämlich, dass es eine Gefährdung von Menschen oder Tieren gegeben habe und, dass aus Wut in die Luft geschossen wurde."

Gabersdorfs Bürgermeisterin Karin Stromberger (ÖVP) bestätigte den Vorfall, wollte sich dazu aber nicht näher äußern. Sie wolle "nicht Benzin ins Feuer gießen", so die Kleine Zeitung.

Im Bezirk wird seit Längerem über Spannungen zwischen den Nachbarn gesprochen. Dem Bericht zufolge soll es bereits zuvor Konflikte gegeben haben.

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