Olgaard ist Buckelpisten-Ass, hat sich mittlerweile im Weltcup etabliert und auch bereits die Qualifikation für die Olympischen Winterspiele in Mailand und Cortina geschafft. Drei Tage nach seiner Nominierung stürzte der 22-Jährige aber beim Weltcup im kanadischen Val St. Come am vergangenen Freitag. Die erschütternde Diagnose: Kreuzbandriss, Riss des Innen- und Außenbandes, Meniskusschaden. Damit ist freilich die Saison gelaufen, Olgaard Olympia-Traum geplatzt. Er muss monatelang pausieren.
"Das ist so ziemlich das Schlimmste, das passieren hätte können. Ihr könnt die Überschrift nehmen: Totaler Kniesalat", erzählte der Ski-Freestyler dem schwedischen "Expressen". "Ich habe schon beim Sturz gemerkt, dass es im Knie geknallt hat und dachte: Das war es mit Olympia", erzählte der Freestyler weiter. Dabei hatte sich Olgaard besonders über die Olympia-Nominierung gefreut. "Das war der Beweis für all die harte Arbeit, die ich hineingesteckt habe. Ein Traum, seit ich ein Kind war, der in Erfüllung ging. Und dann ist alles den Bach hinuntergegangen", so der Schwede.
Olgaard sei in ein Loch gefallen, musste der Schwede zugeben. "Buckelpiste ist mein ganzes Leben. Ich werde verdammt verloren sein ohne Buckelpiste", erzählte der Ski-Star. "Jetzt weiß ich gar nicht mehr, was ich mit meiner Zeit anfangen soll. Vielleicht muss ich studieren, vielleicht muss ich mir einen Job suchen. Es ist eine richtige Identitätskrise", so Olgaard.
In einem TikTok-Video hatte sich Olgaard unmittelbar nach dem Sturz noch schmunzelnd bei Supermärkten in Aare beworben. Vielleicht müsse er dort arbeiten, so der Schwede. "Das war eher ein Witz, ich war in dieser Situation total aufgedreht. Humor war irgendwie ein Abwehrmechanismus", so der 22-Jährige, der aber betonte, sich womöglich tatsächlich einen Job suchen zu wollen: "Ja, sonst drehe ich durch, ich muss mir etwas Neues suchen."
Auch aus finanziellen Gründen, wie Olgaard dann erzählte. "Im Moment läuft es nicht so gut, ich muss mir einen Job suchen, sonst lebe ich nur von meinen Eltern und das geht als 22-Jähriger einfach nicht."