"Beängstigend"

Nach Pinkel-Protest: Anfeindungen gegen Olympia-Star

Ski-Freestyler Gus Kenworthy sorgte mit einem Pinkel-Protest für Aufregung. Der brachte ihm viele Hasskommentare ein, wie er nun erzählte.
Sport Heute
22.02.2026, 14:42
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Der britische Freestyler wurde am Freitag Sechster im Olympia-Bewerb in der Halfpipe von Livigno. Danach enthüllte der 34-jährige Brite, dass er viele Hassnachrichten und Anfeindungen in sozialen Netzwerken bekommen hatte.

"Es war hart. Niemand möchte über sich schlechte Dinge lesen. Dinge, die Beleidigungen und brutal und beängstigend und homophob sind", sagte der Freestyle-Star der "BBC". Kenworthy bezog sich dabei auf Reaktionen auf ein Instagram-Posting des Olympia-Silbermedaillengewinners von 2014. Kurz vor dem Start der Olympischen Winterspiele in Italien hatte er ein Foto mit dem Schriftzug "Fuck ICE" gepostet – ein Protest gegen die US-Einwanderungsbehörde. Kenworthy selbst hatte erklärt, die Buchstaben in den Schnee gepinkelt zu haben.

Der Ski-Freestyler blieb weiterhin bei seiner Meinung, wie der 34-Jährige, der als Kind mit seinen Eltern in die USA ausgewandert war, bekräftigte. "Ich glaube nicht, dass das, was ich gesagt habe, kontrovers ist. Mir ist klar, dass Leute unterschiedliche Meinungen haben. Aber ich finde, was gerade passiert, ist total daneben. Ich habe das Gefühl, dass ich mich dazu äußern und meine Reichweite nutzen muss", erklärte Kenworthy weiter. Danach schob der Brite neuerlich an: "Ich denke, ich stehe auf der richtigen Seite."

Vor den Olympischen Spielen hatte der Halfpipe-Spezialist seine Meinung klargemacht. "Unschuldige Menschen wurden ermordet, es reicht jetzt. Wir können nicht länger zusehen, wie ICE mit ungehinderter Macht in unseren Gemeinden agiert", so Kenworthy. Die US-Einwanderungsbehörde sollte ursprünglich für die Sicherheit von US-Athleten bei den Olympischen Winterspielen in Italien sorgen.

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