Mutter kämpft um Gerechtigkeit

Sohn fast gestorben: Jetzt steht Mama an Armutsgrenze

Seit Martinas Sohn bei einem Unfall schwer verletzt wurde, kämpft sie vor Gericht für ihn. Die Schuldenberge durch Anwaltskosten steigen indes.
Victoria Carina  Frühwirth
17.05.2026, 05:15
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Martina H.s damals 10-jähriger Sohn war 2022 bei einem schweren Autounfall im Bezirk Gänserndorf lebensgefährlich verletzt worden. Noch immer läuft der Zivilprozess, für den die Mutter viel Geld ausgeben muss.

"Wollte Gerechtigkeit für mein Kind"

Damals saß der Bub bei einer Bekannten im Auto, als es bei Nebel und eisiger Fahrbahn zum Unfall kam. Der Bub erlitt Brüche an der Schädelbasis, Blutungen im Kopf und eine Halswirbelsäule-Instabilität. Es folgte ein langer Heilungsweg, heute braucht er Psychotherapie, um das Erlebte zu verarbeiten. "Er hat gerade erst mit der Traumabewältigung begonnen", sagt Martina H. im "Heute"-Gespräch.

Doch während ihr Sohn versucht, Schritt für Schritt zurück ins Leben zu finden, steht seine Mutter finanziell am Abgrund. Nach dem Unfall beauftragte die Wienerin einen Anwalt, um den Fall prüfen zu lassen. "Ich habe Geld ausgegeben, das ich einfach nicht besessen habe. Ich wollte Gerechtigkeit für mein Kind", sagt sie. Alleine für den Anwalt musste H. 7.000 Euro bezahlen.

1.600 Euro für dreiköpfige Familie

Die mit dem Prozess verbundenen Kosten steigen immer weiter, der zivilrechtliche Prozess zieht sich mittlerweile über Jahre. "Durch die hohen Anwaltskosten haben sich bei uns Schulden aufgetürmt und ich komme nicht dazu, sie abzubezahlen. Ich lebe dauerhaft am Existenzminimum", erzählt Martina H. (40) gegenüber "Heute".

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Die zweifache Mama lebt derzeit mit rund 20.000 Euro Schulden. Ihr Einkommen beträgt 1.600 Euro, gleichzeitig fallen für sie und ihre beiden Kinder monatlich rund 1.400 Euro Ausgaben an. Dazu kommt die Psychotherapie für ihren Sohn, die Martina im Voraus bezahlen muss. "Jedes Monat bin ich mit 5.000 Euro im Minus, bevor das nächste Gehalt kommt."

"Kämpfe für Sohn im Gerichtssaal"

Die Mutter ist verzweifelt. "Vor wenigen Tagen hat meine Bank mir gesagt, sie gibt mir kein Geld mehr. Schon jetzt kann ich kaum schlafen", klagt Martina H. Besonders schmerzt sie, dass sie ihren Kindern kaum etwas ermöglichen kann. Ihre Tochter will in wenigen Wochen mit ihrem zusammengesparten Geld auf Urlaub fahren. "Ich würde ihr dafür so gerne Taschengeld mitgeben, aber ich schaffe es finanziell einfach nicht."

Jetzt braucht Martina H. Unterstützung mehr denn je:

👉 Wer spenden möchte:
🔗 https://gofund.me/d5a6ea5fa

Nun hat sie einen Spendenaufruf auf GoFundMe gestartet. 10.000 Euro möchte sie sammeln, also die Hälfte ihrer Schulden. Damit will sie einen Teil ihres Kredits und die rund 7.000 Euro Anwaltskosten bezahlen.

Trotz allem will Martina H. nicht aufgeben. Der Zivilprozess läuft weiter und die Mutter will stark bleiben: "Ich werde weiter für meinen Sohn im Gerichtssaal kämpfen."

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