Nach einem schweren Lkw-Unfall auf der A4 bei Wien ist es am Dienstag zu stundenlangen Verkehrsbehinderungen gekommen. Drei Sattelzüge waren in Fahrtrichtung Wien zusammengestoßen – dabei wurde ein eingeklemmter Fahrer schwer verletzt und mit dem Notarztheli ins Spital geflogen. Die Feuerwehr konnte den Lenker befreien. Ein weiterer Fahrer wurde ebenfalls verletzt, dieser war aber nicht im Fahrzeug eingeklemmt.
Für die Bergung der beschädigten Fahrzeuge rückten ein Feuerwehrkran aus Mödling sowie ein Abschleppunternehmen an. Die ASFINAG kümmerte sich parallel um die Reinigung der Fahrbahn.
Besonders aufwendig gestaltete sich der Einsatz auch wegen der Ladung eines der Lastwagen. Hunderte Getränkedosen wurden beim Aufprall durch die Bordwand geschleudert und verteilten sich über die Autobahn.
Die Aufräumarbeiten dauerten mehrere Stunden. Autofahrer mussten auf der A4 und den Ausweichrouten viel Geduld mitbringen.
Die Autobahn war zwischen Fischamend und dem Flughafen Wien-Schwechat in Richtung Wien komplett gesperrt. Erst gegen 18 Uhr konnte die Strecke nach rund sechs Stunden wieder freigegeben werden.
Durch die lange Sperre bildeten sich massive Staus. Auch auf den umliegenden Straßen kam es im Nachmittagsverkehr zu erheblichen Verzögerungen.
Das Rote Kreuz startete deshalb einen Versorgungseinsatz für die Wartenden. Insgesamt 15 Helfer waren laut Sprecherin Sonja Kellner im Einsatz.
Die Einsatzkräfte verteilten Wasser an die im Stau festsitzenden Fahrzeuginsassen. Viele Menschen mussten wegen der Sperre über Stunden ausharren. Feuerwehr, ASFINAG und Abschleppdienste arbeiteten unter Hochdruck daran, die Fahrbahn möglichst rasch wieder freizubekommen.
Nach Abschluss der Bergungs- und Reinigungsarbeiten konnte die Sperre am frühen Abend – gegen 18 Uhr – schließlich aufgehoben werden.