27 Mitgliedsstaaten gibt es in der Europäischen Union (EU) derzeit. Freiheit, Demokratie, Gleichstellung, Rechtsstaatlichkeit sind Werte der Union. Die Neos wollen die EU nun mehr in die Schulen in Niederösterreich bringen.
"Wer die Europäische Union hautnah erlebt und versteht, erkennt auch, wie wichtig ein starkes, geeintes Europa ist", so Indra Collini (Neos), NÖ-Landtagsabgeordnete.
Viele würden zu wenig über die Leistungen der EU wissen. Das erklärt auch Collini: "Zu viele Menschen haben kein klares Bild davon, was die Union macht. Genau deshalb braucht es Möglichkeiten, Europa vor Ort zu erleben – denn erst dann wird sichtbar, welchen Wert ein starkes, geeintes Europa für uns alle hat."
Die Neos fordern daher die Initiative "Klassenzimmer Europa". "Dabei soll es mehr europäische Bildung und konkrete Möglichkeiten für junge Menschen geben, Europa in Brüssel durch geförderte Klassenfahrten hautnah zu erleben", heißt es.
Niederösterreich habe im Herzen von Europa die Rolle des "Schrittmachers" inne. Diese Rolle werde laut den Neos aktuell aber nicht zufriedenstellend erfüllt.
Auch Helmut Brandstätter findet kritische Worte. Für ihn sei mehr Information wichtig, "um der Desinformation der FPÖ entgegenzuwirken. Diese würde mit ihrem EU-Bashing vor allem Österreich schaden – immerhin hänge jeder 5. Job am EU-Export", heißt es.
"Österreich und Niederösterreich haben massiv von der EU profitiert. Ein Besuch in Brüssel zeigt den Jungen, dass dort nicht irgendwelche Bürokraten sitzen, sondern Menschen an ganz konkreten Verbesserungen arbeiten", so Brandstätter.
Neben der neuen Initiative fordern die Neos auch, dass Klassenfahrten nach Brüssel gefördert werden – mit 100 Euro pro Kind ab der 9. Schulstufe. Für Collini erscheine es mittelfristig denkbar, dass circa die Hälfte der Schüler (bis zu 15.500) pro Jahrgang dies in Anspruch nehmen können.
Auch ein "landeseigenes Begleitprogramm" zum neu eingeführten Schulfach "Demokratie- und Medienkompetenz" werde von der Partei eingefordert – zum Beispiel mit Europa-Schwerpunkttagen oder Schulpartnerschaften. Collini befürwortet auch eine "Erasmus+-Offensive" für Lehrlinge.