Sieghartskirchen als Vorreiter

Invasive Pflanzen – so gehen Gemeinden jetzt vor

Invasive Pflanzenarten bedrohen Lebensräume und heimische Pflanzen. Eine neue Fachberatung soll das bekämpfen.
Olivia  Brandstetter
27.05.2026, 04:00
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Gänseblümchen, Vogelbeere, Wiesen Salbei, Bärlauch, Spitzwegerich: Die heimischen Pflanzen aus Österreich werden zunehmend bedroht – und zwar von den eigenen Familien.

Jahreszeit passend für Wachstum

Susanne Rosenkranz (FPÖ), Landesrätin für Natur- und Tierschutz, erklärt: "Immer mehr eingeschleppte, nicht heimische Pflanzenarten sorgen für Probleme: Diese invasiven Arten breiten sich ungehindert aus und verdrängen heimische Pflanzen."

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"In dieser Jahreszeit beginnt nicht nur die Wachstumsphase heimischer Arten, sondern auch die rasche Ausbreitung der Neophyten", so Rosenkranz. Die gebietsfremden Pflanzen seien als Zier- und Nutzpflanzen oder über internationale Waren- und Transportströme nach Österreich transportiert worden.

Die Gefahr für Österreich ist groß. "Viele davon verdrängen heimische Pflanzen, destabilisieren Lebensräume und verursachen erhebliche ökologische und wirtschaftliche Schäden. Was harmlos im Garten beginnt, endet nicht selten als flächendeckendes Problem für Gemeinden, Landwirtschaft und Naturschutz", so die FPÖ-Landesrätin.

Land NÖ mit Lösung

"Um sie leichter zu identifizieren und Methoden zu ihrer Bekämpfung weiterzugeben, haben wir eine Neophytenberatung für Gemeinden ins Leben gerufen, denn nur gemeinsam können wir diesem Problem begegnen", erklärt Rosenkranz.

Die Gemeinden können bei der neuen Fachberatung zwischen zwei Bausteinen auswählen:

  • Erster Baustein: Informationsvortrag mit Flurbegehung, um invasive Pflanzen besser bemerken und den Umgang lernen zu können.
  • Zweiter Baustein: Freiwilligeneinsatz im Gelände.

Sieghartskirchen (Bezirk Tulln, ) ist die erste Gemeinde, die es in Anspruch nimmt, und hat sich für die erste Option entschieden.

Rosenkranz erläutert: "Aufklärung, konsequente Kontrolle und die rasche Entfernung invasiver Arten sind unerlässlich, wenn wir unsere heimischen Lebensräume erhalten wollen. Je mehr Menschen und Organisationen sich daran beteiligen, umso besser."

{title && {title} } bro, {title && {title} } 27.05.2026, 04:00
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