Trockenheit, Hitze: Übers Pfingstwochenende spitze sich in einigen Gemeinden in NÖ die Lage wegen Wasserknappheit zu.
Am 24. Mai warnte die Gemeinde Gutenstein: Wegen der extremen Wasserknappheit im Bereich Vorderbruck "ist das Befüllen von Schwimmbecken, Autowaschen und Bewässerung von Gärten (...) im Rahmen des NÖ Wasserleitungsanschlussgesetzes bzw. der Gemeindewasserleitungsordnungen ab sofort bis auf Weiteres untersagt."
Gegenüber "Heute" erklärte Bürgermeisterin Manuela Zak (SP): "Wir haben wassertechnisch einige Baustellen. Seit zwei Wochen suchen wir in Vorderbruck ein Leck nach einem Wasserrohrbruch, dazu kam das lange, warme Wochenende."
Zeitweise habe es einen "massiven Druckverlust" gegeben, ein Krisenstab wurde eingerichtet. Am Dienstag hatte man die Lage wieder im Griff.
Wegen eines "nicht ordnungsgemäß funktionierenden Wasserversorgungssystems" appellierte auch die Gemeinde Hauskirchen Wasser zu sparen.
Und auch in St. Veit an der Gölsen war das Befüllen von Pools "bis auf Widerruf nicht gestattet". Bürgermeister Christian Fischer (SP) zu "Heute": "Wir fördern 470.000 Liter täglich, in Spitzen mit den Probefüllungen sind es 900.000 Liter, da sind wir von der Kapazität der Leitung am Anschlag."
Der Bundesrat betont: "Wir haben keine Wasserknappheit, sondern ein Versorgungsproblem." Man arbeite an Zeitslots fürs Poolbefüllen, der genaue Poolbestand soll eruiert werden. Die Bürger werden mittels Schreiben informiert. Mit Covid habe es nämlich einen richtigen Run auf Privatpools gegeben, hier brauche es ein Wassermanagement. Und: Gebietsweise könne es bei Bränden auch für die Feuerwehr zu Wasserengpässen kommen.