Starb mit nur 22 Jahren

Nach Tod von Miss Austria Lucia: Letzter Wunsch erfüllt

Miss Austria Lucia Šišić starb vor wenigen Wochen mit nur 22 Jahren. Bei der Verabschiedung wurde ihr letzter Wunsch nun erfüllt.
Wien Heute
26.09.2026, 22:14
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Die Nachricht von ihrem Tod löste große Trauer aus: Lucia Šišić, amtierende "Miss Austria", ist am 6. September im Alter von nur 22 Jahren verstorben.

Bei ihrer Verabschiedung setzte ihre Familie nun ein Zeichen, das ganz im Sinne der jungen Wienerin war.

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Statt Blumen wünschte sich die Familie Spenden für die Teddyhäuser des Vereins "Herzkinder Österreich". Zahlreiche Trauergäste kamen dieser Bitte nach. Insgesamt wurden rund 20.000 Euro gesammelt. Das Geld soll Familien helfen, deren Kinder wegen einer Herzerkrankung längere Zeit im Krankenhaus behandelt werden müssen.

Sieben Eingriffe wegen eines Herzfehlers

Šišić lebte seit ihrer Geburt mit einem angeborenen Herzklappenfehler. Im Laufe ihres kurzen Lebens musste sie sich sieben medizinischen Eingriffen unterziehen. Eine besonders schwere Operation im Jahr 2017 brachte sie an ihre körperlichen Grenzen.

Lucia Sisic war "Miss Vienna" 2024, gewann im selben Jahr auch den Titel "Miss Austria".
IMAGO/SEPA.Media

Nach dem Eingriff musste Lucia, wie sie "Heute" erzählte, wiederbelebt werden. Zudem erlitt sie Nervenschäden am linken Bein und am Fuß. In der Folge musste sie das Gehen neu erlernen. Trotz dieser Belastungen verfolgte die junge Frau ihre Ziele weiter.

2024 gewann sie zunächst den Titel "Miss Vienna". Wenig später wurde sie zur "Miss Austria" gekürt. Im Rampenlicht sprach sie offen über ihre Erkrankung und machte damit auch anderen Menschen mit einem angeborenen Herzfehler Mut.

"Wir sind tief betroffen vom Tod von Lucia", sagt Michaela Altendorfer, Präsidentin und Geschäftsführerin von "Herzkinder Österreich". "Lucia war ein Herzkind mit einer außergewöhnlichen Stärke. Sie hat ihre Geschichte genutzt, um anderen Mut zu machen und herzkranken Kindern und Erwachsenen eine Stimme zu geben. Das werden wir nie vergessen."

Besuch im Teddyhaus hinterließ Eindruck

Mit Herzkinder Österreich war Lucia auch persönlich verbunden. Im Oktober 2024 besuchte sie das Teddyhaus in Linz, das damals sein 15-jähriges Bestehen feierte. Dort informierte sie sich über die Arbeit des Vereins und sprach zugleich über ihre eigene Krankheitsgeschichte.

Besonders die Wohnmöglichkeiten für betroffene Familien bewegten sie. Die Teddyhäuser bieten Eltern und Angehörigen während langer Krankenhausaufenthalte ihrer Kinder ein Zuhause auf Zeit in der Nähe der Klinik. Als Lucia selbst als Kind behandelt wurde, hatte ihre Mutter noch keine vergleichbare Möglichkeit.

Dieser Besuch spielte auch bei der Verabschiedung der jungen Frau eine besondere Rolle. Am 11. September 2026 nahm ihre Familie am Friedhof Inzersdorf in Wien-Liesing Abschied von ihr.

Anstelle von Blumen bat sie die Trauergäste, ganz im Sinne von Lucia für die Teddyhäuser zu spenden. Dafür wurde vor Ort eine Spendenbox aufgestellt.

Rund 20.000 Euro für Herzfamilien

Die Anteilnahme war groß. Am Ende kamen rund 20.000 Euro für "Herzkinder Österreich" zusammen. Mit dem Betrag sollen Familien herzkranker Kinder während schwieriger Behandlungsphasen unterstützt werden.

Die Anteilnahme nach dem Tod von Lucia Sisic war bzw. ist riesig.
IMAGO/SEPA.Media

"Die Spendenbereitschaft in einer so schweren Zeit für die Familie berührt uns zutiefst", so Altendorfer.

"Wir bedanken uns von Herzen bei der Familie von Lucia und bei allen, die gespendet haben. Mit diesem Betrag können wir Familien herzkranker Kinder in unseren Teddyhäusern weiterhin ein Zuhause auf Zeit bieten, wenn sie es am meisten brauchen."

Der Verein "Herzkinder Österreich" ist Träger des österreichischen Spendengütesiegels, alle Spenden können steuerlich abgesetzt werden. Spendenkonto: Erste Bank, IBAN: AT13 2011 1890 8909 8000

Durch ihren offenen Umgang mit dem Herzfehler wurde Lucia für viele Betroffene und ihre Angehörigen zu einem Vorbild. "Herzkinder Österreich" will ihr Andenken bewahren und die Unterstützung für herzkranke Kinder, Jugendliche und Erwachsene sowie deren Familien fortsetzen.

red,26.09.2026, 22:14