Ab 1. Oktober soll die neue Spritpreisbremse Autofahrer um zwölf Cent pro Liter entlasten. Dem ARBÖ geht das angesichts der hohen Treibstoffpreise aber nicht weit genug. Die Rechnung des Autofahrerklubs: Wer einen 50-Liter-Tank komplett auffüllt, spart durch die Maßnahme lediglich sechs Euro.
Der ARBÖ bezeichnet die Entlastung deshalb als "nur ein Tropfen auf dem heißen Stein". Besonders Pendler, Menschen mit geringem Einkommen, Unternehmen und die Landwirtschaft seien weiterhin mit hohen Kosten konfrontiert.

Die Preisentwicklung zeigt laut ARBÖ das Ausmaß: Am 16. Februar 2026 kostete Eurosuper 1,478 Euro pro Liter, Diesel 1,518 Euro. Verglichen mit den Preisen vom 23. September sei Eurosuper inzwischen um 22 Prozent und Diesel um rund 39 Prozent teurer.
ARBÖ-Präsident Peter Rezar sieht in der Spritpreisbremse dennoch einen ersten Schritt: "Die Bundesregierung hat mit ihrem Beschluss das Kriseninstrument Spritpreisbremse reaktiviert und ein Zeichen gegen die massive Teuerung gesetzt, sie lässt die hohe Inflation wenigstens nicht voll durchrauschen. Die neue Spritpreisbremse ist eine erste wichtige Maßnahme."
Der ARBÖ verlangt zusätzlich eine vorübergehende Erhöhung des Pendlerpauschales. Damit sollen vor allem Arbeitnehmer entlastet werden, die für ihren Arbeitsweg auf das eigene Auto angewiesen sind.
Eine ähnliche Maßnahme gab es bereits von Mai 2022 bis Juni 2023. Damals wurde das Pendlerpauschale um 50 Prozent erhöht und der Pendlereuro auf acht Euro angehoben.
"Eine solche Initiative wäre ein deutliches Zeichen an die Arbeitnehmer und eine wichtige Entlastung für alle, die für ihren Weg zum Arbeitsplatz nicht auf ihren Pkw verzichten können und auch die gestiegenen Preise für öffentliche Verkehrsmittel schultern müssen", so Rezar.