Frau (85) starb

Nach tödlichem Einsturz – Vier Beschuldigte im Visier

Nach dem tödlichen Einsturz im ersten Bezirk laufen die Ermittlungen gegen vier Beschuldigte. Währenddessen bleibt der Ledererhof gesperrt.
Österreich Heute
04.10.2026, 06:49
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Mitte September kam es in einem Biedermeierhaus in der Wiener Färbergasse zur Katastrophe: Drei Geschoßdecken stürzten ein. Eine 85-jährige Bewohnerin kam dabei ums Leben, zwei weitere Menschen wurden teils schwer verletzt.

Vier Angeklagte im Visier

Nach dem folgenschweren Hauseinsturz in der Wiener Innenstadt gibt es nun vier Beschuldigte, wie die "Presse" berichtet. Die Staatsanwaltschaft Wien ermittelt wegen fahrlässiger Gemeingefährdung nach § 177 Abs. 1 und 2 StGB. Darauf stehen bis zu drei Jahre Haft.

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Vier Personen im Visier der Ermittler

Wer genau zu den vier Beschuldigten gehört, wurde von der Staatsanwaltschaft nicht bekannt gegeben. Im Fokus steht ein Gebäude, das 1807 errichtet wurde und teilweise unter Denkmalschutz steht.

Erst rund drei Wochen vor dem Unglück hatten dort Sanierungsarbeiten und ein Dachgeschoßausbau begonnen. Nach Angaben von Anrainern und Bewohnern wurden im Zuge der Arbeiten unter anderem Wände im Erdgeschoß durchbrochen oder durchgebohrt.

Baufirma darf hinein – Schutt bleibt liegen

Für die Bewohner ist die Situation weiterhin schwierig. Sie sind derzeit in Alternativunterkünften untergebracht. Einzelne durften laut Baupolizei bereits in ihre Wohnungen, um persönliche Gegenstände zu holen.

Auch die beauftragte Baufirma darf das Gebäude betreten. Schutt darf allerdings weiterhin nicht weggeräumt werden. Zwei beauftragte Statiker und die Baufirma arbeiten gemeinsam mit der Baupolizei an einem Sicherungskonzept für das Haus. Gleichzeitig wird das Sanierungskonzept fertiggestellt.

Ledererhof bleibt gesperrt

Auch der gegenüberliegende Ledererhof ist weiterhin nicht freigegeben. Dort befindet sich jener Teil des Gebäudes, in dem die Decken eingestürzt waren. Für die umliegenden Betriebe hat die Sperre Folgen. Gastronomin Nicole Eccli, die dort das Brezl Gwölb betreibt, bangt wegen des Umsatzausfalls um ihre Existenz.

Die bei dem Einsturz getötete 85-Jährige war erst nach mehr als 24 Stunden dauernden Sucharbeiten von der Feuerwehr geborgen worden. Die Suche war zunächst unterbrochen worden, weil man davon ausgegangen war, dass sich die Frau an ihrem Zweitwohnsitz aufhielt. Die 85-Jährige war eine der ersten Mathematikprofessorinnen an der TU Wien und engagierte sich in der Evangelischen Gemeinde.

red,04.10.2026, 06:49