Mehrmalige Fahrspuränderungen mit teils 60 km/h, Flucht vor der Polizei, Verfolgungsjagd: Eine wilde E-Scooter-Flucht durch Wien-Simmering endete mit einer Kollision, der Scooter-Lenker wurde dabei schwer verletzt – "Heute" berichtete.
Gegenüber "Heute" meldet sich nun der betroffene 26-Jährige zu Wort. Der zweifache Familienvater schildert die dramatischen Sekunden vor dem Zusammenstoß mit einem Polizeiauto.
Laut Polizei war der Mann am Samstag gegen 23.40Uhr mit mehr als 60 km/h unterwegs und ignorierte mehrere Anhaltezeichen. In der Anton-Mayer-Gasse wendete er plötzlich und fuhr in Richtung des Streifenwagens.
Als die Beamten anhielten, soll der 26-Jährige die Kontrolle über den Scooter verloren haben und gegen das Polizeiauto geprallt sein. Durch den Aufprall wurde der Mann zu Boden geschleudert und erlitt schwere Verletzungen.
Der Lenker schildert die Situation aus seiner Sicht dramatisch. Er sei in Panik gewesen, zwischen ihm und dem Streifenwagen seien seiner Wahrnehmung nach nur wenige Zentimeter gewesen. "In dem Augenblick, als ich mit den Füßen nach vorne war, dachte ich: Jetzt ist es aus", erzählt er.
Nach einem Spitalsuafenthalt und teils schweren Verletzungen erholt sich der 26-jährige Wiener derzeit. Der nicht für den Straßenverkehr zugelassene E-Scooter wurde sichergestellt. Gegen den 26-Jährigen wurden mehrere Anzeigen wegen verkehrsrechtlicher Übertretungen erstattet.
Abschließend erklärt der 26-Jährige, dass es keinen Sinn gäbe, sein Leben auf dem E-Scooter zu riskieren: "Es ist den Spaß nicht wert." Tatsächlich steigt die Anzahl an Verstößen in Wien, die Polizei ist regelmäßig – teils mit Schwerpunktaktionen – im Einsatz, um die Sicherheit im Straßenverkehr zu gewährleisten.