ÖAMTC-Warnung

Illegale E-Scooter – um diese Modelle geht es

Viele E-Scooter überschreiten in Österreich die erlaubte Motorleistung. Die Herstellerangaben sind meist unübersichtlich, die Lage für Käufer unklar.
Newsdesk Heute
28.07.2026, 22:39
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In Österreich darfst du mit einem E-Scooter nur dann auf öffentlichen Straßen fahren, wenn das Gerät gewisse Voraussetzungen erfüllt. Die Bauartgeschwindigkeit muss auf 25 km/h begrenzt sein und der Motor darf maximal 600 Watt leisten – Letzteres ist oft schwer zu überprüfen.

Wie der ÖAMTC vor Kurzem bekannt gab, überschreiten viele in Österreich zum Verkauf angebotene E-Roller die Grenze von 600 Watt – und sind damit illegal. "Heute" zeigt dir, um welche Modelle es konkret geht und was du beim Kauf beachten musst.

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Komplizierte Rechtslage

Elektroroller in Österreich dürfen zu keinem Zeitpunkt mehr als 600 Watt abrufen – bei uns zählt also die Spitzenleistung. In Deutschland ist das anders: Hier ist die Nenndauerleistung maßgeblich. Die Gesetzgebung ist uneinheitlich und Herstellerangaben sind oft nicht eindeutig – das macht es für Käufer besonders schwer.

Der ÖAMTC hat zusammen mit dem ADAC 10 beliebte E-Scooter-Modelle getestet. Das Ergebnis: Alle getesteten Scooter überschreiten die österreichische Leistungsgrenze von 600 Watt.

Eine Übersicht der getesteten Modelle mit der jeweiligen maximalen Motorleistung: 

Segway Ninebot F3 Pro D: 1.200 Watt

ePowerFun ePF-2 PRO: 1.200 Watt

Xiaomi Electric Scooter 6 Max: 1.100 Watt

Egret X core: 902 Watt

SoFlow SO4 PRO MAX: 1.300 Watt

Niu KQi 200P: 700 Watt

Odys ULTRON i75: 1.000 Watt

Trittbrett Sultan +: 1.200 Watt

Navee N65 II: 1.350 Watt

Streetbooster Sirius: 960 Watt

Quelle: ADAC

Damit sind auch gewisse Risiken verbunden. "Derzeit besteht die Gefahr, dass man erst bei einer Kontrolle oder nach einem Unfall erfährt, dass der im guten Glauben gekaufte Scooter eigentlich verboten ist“, warnt ÖAMTC-Verkehrsjurist Matthias Wolf. Das kann zu Verwaltungsstrafen und Problemen mit der Versicherung führen.

Das musst du beim Kauf beachten

Wenn man einen E-Scooter kaufen will, ist es gar nicht so einfach, herauszufinden, ob das Gerät die gesetzlichen Anforderungen in Österreich erfüllt. Gerade auf Websites von Online-Händlern ist auf den ersten Blick oft nicht ersichtlich, wie viel Leistung der Roller wirklich erbringt – häufig wird auch nicht zwischen "Nenndauerleistung" und der in Österreich relevanten Höchstleistung unterschieden.

Händler wie Amazon werben außerdem häufig mit einer "Straßenzulassung für Erwachsene" – in welchem Land diese gilt, bleibt dabei meist offen. Ein auf Amazon unter dem Titel "E-Scooter mit Straßenzulassung für Erwachsene" angebotener E-Roller bringt es bei genauerem Hinsehen auf eine Höchstleistung von stolzen 1.200 Watt – also auf das Doppelte des in Österreich gültigen Höchstwerts!

Um auf Nummer sicher zu gehen, solltest du deshalb immer darauf achten, dass dir die "Höchstleistung" oder "maximale Leistung" des Rollers bekannt ist – und dass diese die 600-Watt-Grenze nicht übersteigt.

Eine vom ÖAMTC in Auftrag gegebene Teststudie untersuchte jüngst 10 in Österreich verkaufte E-Roller – alle 10 Roller überschritten die Höchstgrenze von 600 Watt und waren somit illegal. Der Mobilitätsclub will nun gemeinsam mit Politik und Handel über sinnvolle Neuregelungen diskutieren – für Käufer und Besitzer von E-Rollern soll mehr Klarheit geschaffen werden.

{title && {title} } red, {title && {title} } 28.07.2026, 22:39