Die Fahrradpolizei hat sich in den vergangenen Jahren zu einem wichtigen Bestandteil der österreichischen Polizeiarbeit entwickelt. Präsent ist sie vor allem in Stadtzentren, Fußgängerzonen, Parkanlagen und auf Radwegen.
Österreichweit versehen mehr als 450 speziell ausgebildete Polizistinnen und Polizisten ihren Dienst bei der Fahrradpolizei, die meisten davon mit rund 160 in Wien. Insgesamt stehen 230 Polizeifahrräder, darunter 62 E-Bikes, für den Einsatz zur Verfügung.
Dass der Einsatz dieser Polizisten auf zwei Rädern sinnvoll für die Verkehrssicherheit ist, zeigt die Statistik für 2025. Unter anderem wurden mehr als 60 strafrechtliche Anzeigen, mehr als 8.500 Verwaltungsanzeigen, knapp 10.600 Organmandate sowie knapp 21.000 sonstige polizeiliche Maßnahmen, darunter knapp 13.000 Identitätsfeststellungen, durchgeführt. Diese Zahlen gab das Innenministerium am Mittwoch bekannt.
"Die Fahrradpolizei ist dort unterwegs, wo sie von den Menschen besonders wahrgenommen wird", sagt Innenminister Gerhard Karner (ÖVP). "Sie verbindet Bürgernähe mit konsequenter Verkehrsüberwachung und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Sicherheit aller Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer", betont Innenminister Gerhard Karner (ÖVP) aus diesem Anlass.
„Die Fahrradpolizei leistet einen wichtigen Beitrag zur Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer.“Gerhard KarnerInnenminister, ÖVP
Seit 2023 verfügt die Fahrradpolizei über eine moderne Sommer- und Winterbekleidung. Sämtliche Polizeifahrräder wurden zudem mit Blaulicht ausgestattet. Die Grund- und Fortausbildungslehrgänge erfolgen bundesweit nach einheitlichen Standards des Innenministeriums.
Die Beamtinnen und Beamten kontrollieren insbesondere die Einhaltung der Verkehrsregeln, führen Schwerpunktaktionen durch und setzen Maßnahmen gegen gefährliches Verhalten im Straßenverkehr. Besonderes Augenmerk gilt dabei dem Schutz der schwächeren Verkehrsteilnehmer.
Zu den Aufgaben der Fahrradpolizei zählen aber auch regelmäßige Streifendienste sowie Geschwindigkeits- und Alkoholkontrollen, um die Sicherheit insbesondere von Radfahrern und Fußgängern weiter zu erhöhen. Gleichzeitig werden Radfahrer dort kontrolliert, wo Konflikte mit Fußgängern besonders häufig auftreten – etwa in Fußgängerzonen, Begegnungszonen, auf Schutzwegen oder an Radfahrüberfahrten.
Durch die sichtbare Präsenz der Fahrradpolizei soll die Einhaltung der Verkehrsregeln verbessert und das rücksichtsvolle Miteinander aller Verkehrsteilnehmer gestärkt werden.
Die Entwicklung der Unfallzahlen zeigt, wie wichtig konsequente Präventions- und Kontrollmaßnahmen bleiben. So kamen im Vorjahr 65 Radfahrer, darunter 32 E-Bike-Lenker, sowie 58 Fußgänger und sechs E-Scooter-Lenker bei Verkehrsunfällen ums Leben. "Das Ziel ist klar: Die Zahl schwerer Unfälle mit Fahrrädern durch konsequente Kontrollen aber auch durch Präventionsarbeit weiter zu reduzieren", so Karner.