120 Parkplätze weg

"Nächstes Fiasko" – FPÖ warnt vor Umbau Lainzer Straße

Die geplante Umgestaltung der Lainzer Straße erhitzt die Gemüter. Die FPÖ spricht von einem ideologischen Verkehrsprojekt.
Wien Heute
15.07.2026, 10:07
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Die geplante Neugestaltung der Lainzer Straße sorgt bereits vor dem Baustart für heftige Kritik. Die Wiener FPÖ sieht in dem Millionenprojekt ein weiteres ideologisch motiviertes Verkehrsprojekt der rot-pinken Stadtregierung und warnt vor einem "zweiten Krottenbachstraßen-Fiasko".

Mobilitätssprecher Klemens Resch kritisiert vor allem die geplanten Investitionen in den Radwegeausbau. "Während wir mittlerweile genau wissen, dass die Stadtkasse leer ist und die Wienerinnen und Wiener zum Stopfen des Milliardenlochs mit immer höheren Gebühren belastet werden, scheint für Radweg-Prestigeprojekte plötzlich unbegrenzt Geld vorhanden zu sein." Gleichzeitig würden Autofahrern immer mehr Parkplätze genommen, "obwohl sie immer höhere Parkgebühren entrichten müssen".

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Stadt "opfert Parkplätze"

Auch der Hietzinger FPÖ-Bezirksparteiobmann Georg Heinreichsberger schlägt Alarm. Schon jetzt herrsche im Bezirk ein massiver Parkplatzmangel. "Wer nun erneut Parkplätze opfert, verschärft die ohnehin prekäre Situation weiter. Viele Menschen sind auf ihr Auto angewiesen und haben auch ein Recht auf eine vernünftige Verkehrspolitik, die nicht nur auf Radfahrer ausgerichtet ist."

Mit Blick auf die umgestaltete Krottenbachstraße fordert Resch ein Umdenken der Stadt. Statt Straßen umzubauen, müsse mehr Geld in die bestehende Infrastruktur fließen. "Die Wiener Linien kämpfen mit dutzenden Langsamfahrstellen, weil jahrelang an der Instandhaltung gespart wurde. Dort ist jeder Euro besser aufgehoben als in Radwegen, deren Kosten-Nutzen-Rechnung einfach nicht aufgeht", warnt er.

Neuer Radweg und Grünflächen geplant

Die Stadt Wien bezeichnet die Arbeiten hingegen als eines der größten Infrastrukturprojekte im 13. Bezirk seit Jahrzehnten. Gemeinsam mit den Wiener Linien, Wiener Wasser und den Wiener Netzen werden Wasserleitungen, Strom- und Gasleitungen sowie Straßenbahngleise erneuert. Gleichzeitig wird die Lainzer Straße umgestaltet und modernisiert.

Im Zuge der Bauarbeiten entsteht auch ein rund 600 Meter langer Zwei-Richtungs-Radweg zwischen Anna-Strauss-Platz und Gloriettegasse. Dafür fallen stadteinwärts rund 120 Parkplätze weg. Laut der Stadt soll der neue Radweg eine durchgängige und sichere Verbindung nach Lainz schaffen. Zusätzlich sind neue Grünflächen, Bäume und entsiegelte Flächen geplant, um den Straßenraum klimafit zu gestalten.

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