Der Ärger über die Raser am Pfingstrosenweg (Donaustadt) war groß – wir berichteten. Autos donnerten durch die Wohngegend, Anrainer fühlten sich unsicher. Jahrelang beklagten Bewohner gefährliche Fahrmanöver von Rasern, die die ruhige Gasse als Schleichweg nutzten.
"Heute" sprach bei einem Lokalaugenschein mit den besorgten Müttern, die Angst um ihre Kinder schilderten: "Ich lasse sie nicht mehr mit dem Roller oder Fahrrad fahren, habe wirklich Angst", erzählt eine Anrainerin. Nach der Berichterstattung reagierte der Bezirk, es war laut den Bewohnern bereits erhöhte Polizeipräsenz zu erkennen.
Kurz darauf wurden mobile Geräte zur Geschwindigkeitsmessung aufgestellt. Diese sollten die gefahrenen Geschwindigkeiten aller Fahrzeuge über einen Zeitraum von rund zwei Wochen messen. Nun steht tatsächlich fest: Der Pfingstrosenweg wird zur Einbahn!
Es habe eine Verhandlung vor Ort gegeben, heißt es aus dem Büro von Bezirksvorsteher Ernst Nevrivy (SPÖ). Das Ergebnis: Zur Vermeidung der Schleichwegfahrten wird der Pfingstrosenweg von Asparagusweg bis und in Richtung Breitenleer Straße zur Einbahn verordnet. Das Vorhaben soll "möglichst zeitnah" umgesetzt werden.
"Wir freuen uns sehr, dass die Maßnahmen endlich gesetzt werden", sagt Anja B., Mutter von zwei Kleinkindern. Die Familien können nun eines kaum erwarten: "Endlich entspannt spazieren zu gehen – der Grund, warum man ja eigentlich gerne am Stadtrand wohnt!"