Leerstehende Geschäftslokale und Fabrikhallen sind in vielen Wiener Grätzln ein Problem. In der Brigittenau zeigt nun ein Projekt, wie aus einem leeren Gebäude ein neuer Treffpunkt für die Nachbarschaft werden kann.
Die Boulderhalle "das flash" entstand mit Unterstützung der Grätzlinitiative 20+2 in einer ehemaligen Fabrikhalle in der Adolf-Schmidl-Gasse 4 im 20. Bezirk. Heute lockt die Kombination aus Kletterhalle und Café täglich Besucher an und sorgt für neues Leben im Viertel.
Die Halle gilt als eines der erfolgreichsten Beispiele der Grätzlinitiative, mit der die Stadt Wien und die Wirtschaftsagentur Wien leerstehende Erdgeschoßflächen wiederbeleben wollen. Insgesamt wurden in den Fokusgebieten Ottakring, Leopoldstadt und Brigittenau 132 Projekte gefördert. Rund 940.000 Euro an Förderungen lösten Investitionen von mehr als 5,8 Millionen Euro aus.
„Heute bringt dieser neue Treffpunkt täglich positive Energie und Leben in das gesamte Grätzl“Ivo FriedlMitgründer "das flash"
Für die Betreiber der Boulderhalle war die Unterstützung entscheidend: "Wir wollten einen Ort schaffen, der Bewegung und soziales Miteinander verbindet. Die Förderung war in der kritischen Gründungsphase essenziell, um das finanzielle Risiko beim Umbau des Leerstands abzufedern. Heute bringt dieser neue Treffpunkt täglich positive Energie und Leben in das gesamte Grätzl", sagt Mitgründer Ivo Friedl.
Auch die Bezirksvorstehung sieht in dem Projekt einen gelungenen Impuls für die Nachbarschaft: "Die Grätzlinitiative 20+2 hat das Nahversorgungs- und Freizeitangebot im Stadtteil spürbar bereichert, das sieht man bei der Boulderhalle 'das flash' als Beispiel für reaktivierte Leerstände, die zu echten Gewinnbringern für die Nachbarschaft werden. Oder auch bei ,Bücher Wittmann‘, die mit der Förderung ein Beisl im Erdgeschoß zu einem Buchgeschäft für das Grätzl transformieren konnten", so Brigittenau-Bezirksvorsteherin Christine Dubravac-Widholm (SPÖ).
Die Stadt will den Kampf gegen Leerstand nun weiter ausbauen. Förderprogramme und Beratungsangebote sollen Unternehmen dabei helfen, leere Geschäftsflächen in allen Bezirken neu zu beleben.
"Die Grätzl-Offensive der Stadt Wien ist ein hocheffizienter Hebel für unsere Stadtteile. Indem wir gezielt dort ansetzen, wo die Wienerinnen und Wiener leben und arbeiten, stärken wir das lokale Unternehmertum, sichern Arbeitsplätze und erhalten die wirtschaftliche Dynamik direkt im Grätzl", sagt Vizebürgermeisterin Barbara Novak (SPÖ).