Für viele Bewohner in Stammersdorf war der regelmäßige Schießlärm seit Jahren ein Ärgernis. Vor allem Übungen mit Langwaffen der Wiener Polizei sorgten immer wieder für Beschwerden. Nun gibt es eine Entlastung: Die Hälfte der Schießtage wird künftig auf einen Schießplatz des Bundesheeres in Niederösterreich verlegt.
Bezirksvorsteher Georg Papai (SPÖ) spricht von einem wichtigen Erfolg nach jahrelangen Gesprächen mit Polizei und Bundesheer. "Unzählige Anrainer*innen haben sich in den letzten Jahren verzweifelt an mich gewendet und mir eindrücklich geschildert, dass die häufigen Schießübungen eine unerträgliche Belastung im Alltag darstellen. Daher bin ich seit langem sowohl mit dem Bundesheer als auch mit der Wiener Polizei im engen Austausch, um hier Verbesserungen für die Menschen vor Ort zu erwirken."
Auch SPÖ-Nationalratsabgeordneter Bernhard Herzog hatte sich für eine Lösung eingesetzt. "Die Schießübungen sind notwendig, aber müssen besser auf mehrere Schießplätze aufgeteilt werden. Das ist sonst eine Zumutung für die dortige Bevölkerung. Deshalb habe ich als Nationalratsabgeordneter meine Möglichkeiten genutzt, um zu unterstützen."
Beide Politiker begrüßen die Entscheidung der Polizei. "Unsere langjährige Forderung hat endlich Wirkung gezeigt. Die Halbierung der Schießübungen in Stammersdorf wird mit Sicherheit eine spürbare Entlastung für die lärmgeplagten Bewohner*innen bewirken. Das hebt die Lebensqualität der dort wohnenden Menschen. Das ist ein wichtiges Zwischenziel bei der Reduzierung der Lärmbelastung!"