Soll Verkäufer unterstützen

Nahversorger – Hybrid-Märkte als Zukunftsmodell

Rund um die Uhr im Dorf einkaufen können: Hier setzt eine Gemeinde auf ein neues Modell – mit überraschender Mischung aus Greißler und High-Tech.
Victoria Carina  Frühwirth
09.01.2026, 08:00
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In Inzersdorf-Getzersdorf (Bezirk St. Pölten, NÖ) wurde am Donnerstag ein Nahversorger präsentiert, der klassische Bedienung und digitale Selbstbedienung verbindet. Bei einer Pressekonferenz im "Nah&Frisch"-Markt wurde über sogenannte Hybridmärkte informiert.

Der "Nah&Frisch" in der Gemeinde ist unter Kauffrau Anita Hiesel seit 5. September 2025 als Hybridmarkt in Betrieb. Vormittags wird klassisch bedient, in den Randzeiten können Kunden mit Bankomatkarte und Selbstbedienung einkaufen.

v.l.n.r.: Bürgermeister Ewald Gorth (VP), Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (VP), Kauffrau Anita Hiesel und Wolfgang Ecker, Präsident der Wirtschaftskammer Niederösterreich, vor dem Hybrid Nah&Frisch in Inzersdorf
NLK Khittl

Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (VP) sprach dabei von einem Modell, das auf veränderte Einkaufsgewohnheiten reagiere: "Früher war ein Greißler in einer Ortschaft eine Selbstverständlichkeit." Heute brauche es neue Lösungen für neue Lebensmodelle. Die Digitalisierung solle "die Menschen nicht ersetzen, sondern vor allem ergänzen und ihnen zur Seite stehen".

Land fördert Nahversorgung

Das Land Niederösterreich setzt laut Mikl-Leitner seit Jahren auf dieses Konzept. "In den letzten fünf Jahren haben wir 37 Hybridmärkte bei uns in Niederösterreich unterstützt. Das sind in etwa 60 Prozent der gesamten NAFES-Förderung", sagte sie und sprach von einem Erfolgsmodell zwischen Land NÖ und NÖ Wirtschaftskammer.

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Insgesamt seien seit 1998 mehr als 1.300 Projekte gefördert worden. Jene Niederösterreichische Arbeitsgemeinschaft zur Förderung des Einkaufs in Orts- und Stadtzentren (NAFES) soll die Belebung von Stadt- und Ortskernen fördern.

Bürgermeister Ewald Gorth (VP) betonte die Bedeutung für kleinere Gemeinden: "Die Umstellung auf die Hybridlösung ist eine Kombination aus traditionellem Einkauf gepaart mit moderner Technik. Es wird die Zukunft sein – vor allem für so kleine Landgemeinden wie unsere." Die Gemeinde investierte laut Angaben 71.000 Euro in das Projekt.

Soll heimische Arbeitsplätze sichern

Auch Wolfgang Ecker, Präsident der Wirtschaftskammer NÖ, hob den regionalen Aspekt hervor: "Regionales Einkaufen belebt die Ortskerne, bringt uns Lebensqualität, unterstützt die heimische Wirtschaft und sichert Arbeitsplätze."

Kauffrau Anita Hiesel, die den Dorfladen im Vorjahr übernommen hat, sieht das neue Modell gut angenommen – "von den Jungen, aber auch von den Älteren".

{title && {title} } VF, {title && {title} } 09.01.2026, 08:00
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