Riesiger Schaden

Rakete fackelte Haus ab – Familie steht vor dem Nichts

Am 2. Jänner begann das Haus der Familie O. zu brennen. Eine Rakete soll das Feuer ausgelöst haben. Die Gemeinschaft in Langenrohr hält zusammen.
Olivia  Brandstetter
09.01.2026, 05:15
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk

Der Schock sitzt tief: Das Haus von Thomas (55) und Gabriele O. (57) in Langenrohr (Bezirk Tulln, ) brannte am ersten Freitag des Jahres, am 2. Jänner, lichterloh. Der Traum, der im Jahr 2004 angefangen hat, platzte an diesem Freitag – "Heute" berichtete bereits.

Eigenes Zimmer für jeden

"Genau zu Weihnachten sind wir damals eingezogen", so Thomas O. im "Heute"-Gespräch. Am 24. Dezember 2004 hat sich die Familie den Haustraum erfüllt – jedes Familienmitglied habe ein eigenes Zimmer bekommen.

Zum Zeitpunkt des Einzugs im Jahr 2004 lebten fünf Familienmitglieder in dem Haus – jetzt der große Schock.

Familie saß noch im Esszimmer zusammen

Thomas O. erzählt, dass man noch im Esszimmer gesessen sei, als es zu brennen begann. "Die Nachbarin hat uns angerufen", erzählt er. Das Carport beim Haus hatte Feuer gefangen – eine fehlgeleitete Rakete war am 2. Jänner hineingeflogen.

Stefan Öllerer vom Bezirksfeuerwehrkommando Tulln (BFKDO Tulln) war beim Einsatz dabei und schildert im "Heute"-Gespräch: "Wir haben die Alarmierung gegen 21.40 Uhr erhalten. Als wir ankamen, steckte schon die Hälfte des Gebäudes in Vollbrand."

Schaden nicht abschätzbar

Der Schaden sei aktuell noch nicht abschätzbar, dürfte aber in die Höhe von mehreren Hunderttausend Euro gehen. "Ziemlich ein Totalschaden", erklärt Thomas O. den Zustand des Hauses. Der Keller müsse saniert werden, ab der Kellerdecke müsse man wahrscheinlich alles abreißen. Auch zur Schadenssumme könne man noch nichts Fixes sagen.

Der Traum, der im Jahr 2004 angefangen hat, ist an diesem Freitag geplatzt.
privat

Unter anderem sind auch ein Auto und ein Anhänger verbrannt. "Persönliche Sachen tun noch mehr weh", erzählt Thomas O. und meint damit Andenken und Fotos.

Gemeinschaft hält zusammen

Die Familie komme aktuell bei einer Tochter unter. Es gebe aber viele Angebote von Personen, bei denen sie in dieser schwierigen Zeit unterkommen können. "Das Wichtigste ist, dass kein Personenschaden entstanden ist", so Thomas O. Die Materialschäden könne man beheben.

Thomas O. spricht im "Heute"-Gespräch ein besonderes Lob an Feuerwehr, Rettung und weitere Helfer aus. "Ich bin überwältigt", so Thomas O., als er von der Gemeinschaft in der Gemeinde und der Hilfe von Vereinen spricht. Alle seien hilfsbereit.

Verantwortliche sollen sich stellen

Laut Thomas O. sollen sich die Täter stellen und Verantwortung übernehmen.

Spendenkonto eingerichtet

Die Marktgemeinde Langenrohr hat für die Familie ein Spendenkonto eingerichtet, um bei dem Schaden durch den tragischen Vorfall zu helfen. "Jeder Beitrag – ob klein oder groß – hilft, den nötigen Neustart zu ermöglichen", mit diesen Worten bittet die Gemeinde auf ihrer Website um Spenden.

Rechtsanwaltskanzlei hat übernommen

Fünf Jugendliche sollen den Brand ausgelöst haben. Chefinspektor Johann Baumschlager von der LPD Niederösterreich bestätigt gegenüber "Heute", dass die Rechtsanwaltskanzlei, welche die Vertretung für die mutmaßlich Verantwortlichen übernehme, sich bereits gemeldet habe.

Zeugen hätten mit einem Handyvideo festgehalten, wie Jugendliche nach dem Anzünden der Pyrotechnik auf dem nebenliegenden Feld weglaufen.

{title && {title} } bro, {title && {title} } Akt. 09.01.2026, 09:26, 09.01.2026, 05:15
Jetzt E-Paper lesen