Wer derzeit den Pariser Eiffelturm besucht, traut seinen Augen kaum: In luftiger Höhe spannt sich eine schmale Hängebrücke zwischen den Plattformen – ein ungewöhnlicher Anblick vor dem Wahrzeichen der Stadt.
Der Grund dafür ist jedoch kein dauerhaftes Bauprojekt, sondern eine temporäre Installation. Die Brücke wurde im Zuge einer Promotion- und Erlebnisaktion errichtet, die Besucherinnen und Besuchern ein ganz besonderes Erlebnis bieten soll: den Eiffelturm aus einer völlig neuen Perspektive zu erleben.
Der Eiffelturm zählt zu den beliebtesten Sehenswürdigkeiten Frankreichs und wird im Land auch liebevoll "Dame aus Eisen" genannt. Im vergangenen Jahr besuchten rund sieben Millionen Menschen das Wahrzeichen, während sich auf dem frei zugänglichen Platz darunter sogar etwa zehn Millionen Besucher aufhielten. Der über 130 Jahre alte Turm wurde für die Pariser Weltausstellung errichtet und 1889 fertiggestellt.
Die Hängebrücke verbindet zwei Bereiche der zweiten Etage des Turms und ist so konzipiert, dass Besucher sie zu Fuß überqueren können. Dabei schwebt man in rund 60 Metern Höhe über dem Boden – ein Erlebnis, das für viele mit ordentlich Nervenkitzel verbunden ist. Die Konstruktion ist selbstverständlich streng gesichert und nur unter Aufsicht zugänglich.
Die Hängebrücke ist keine dauerhafte Erweiterung des Eiffelturms. Vorerst ist sie bis zum 3. Mai zugänglich und wird danach wieder entfernt. Schon am ersten Tag zog die Attraktion zahlreiche Neugierige an. Am Nachmittag bildeten sich lange Warteschlangen, auch viele internationale Touristinnen und Touristen wollten das Erlebnis ausprobieren. Zwar ist für die Überquerung kein zusätzlicher Eintritt nötig, eine Anmeldung direkt vor Ort ist jedoch erforderlich.