Nach wochenlangem Kampf vor der Küste Deutschlands und einer spektakulären Rettungsaktion nahm die Geschichte von Buckelwal Timmy ein tragisches Ende. Der Meeressäuger wurde am 14. Mai tot an der Küste der dänischen Insel Anholt angespült.
Vor einer Woche wurde der Wal schlussendlich obduziert. Dabei fanden die Forscher einen mysteriösen Parasiten in der Niere des Tieres – "Heute" berichtete. Zudem wurde festgestellt, dass es sich bei Timmy um eine vier bis fünf Jahre alte Walkuh gehandelt hat. Die abschließenden Obduktionsergebnisse sollen erst in sechs Monaten vorliegen.
Inzwischen kamen jedoch neue Details zu den letzten Tagen im Leben des toten Buckelwals ans Licht. Diese liefert der Tracker, der an dem Meeressäuger vor seiner Freilassung am 2. Mai befestigt wurde.
Laut dem Mitglied des Rettungsteams, Jeffrey Foster, würde es sich dabei um ein Modell vom Typ Splash 10-F-296 des Herstellers Wildlife Computers handeln. Dieser könne 490 Tage lang Daten senden und speichern. Auch im Fall von Timmy soll das Gerät, welches sich im Besitz der dänischen Behörden befindet, Daten aufgezeichnet haben.
Wie die "Bild" unter Berufung auf Foster berichtet, sei der bekannte Buckelwal vor seinem Tod noch einmal bis in eine Tiefe von 150 Metern und mehrfach auf rund 50 Meter hinuntergetaucht. Insgesamt habe Timmy über 240 Kilometer zurückgelegt.
Bald schon sollen noch mehr Informationen der Öffentlichkeit präsentiert werden. Der Tracker soll nämlich an den Umweltminister von Mecklenburg-Vorpommern, Til Backhaus (SPD) übergeben werden. Dieser plant dann eine Veröffentlichung.