Bereits seit über vier Jahren tobt der Krieg zwischen der Ukraine und Russland. In der jüngeren Vergangenheit hat es Kiew jedoch geschafft, den Konflikt immer mehr ins russische Gebiet zu tragen. Vor allem neue Technologien wie KI-Drohnen und die Software von Palantir sind dabei hilfreich.
Wie der Militärexperte Markus Reisner der "Frankfurter Rundschau" verrät, könnte dieser Umstand bei Kreml-Chef Wladimir Putin zu einer erneuten Eskalation führen. Von einer nuklearen Drohkulisse ist die Rede.
Laut Reisner könne Putin erneut die Atomwaffen-Karte spielen und mit einem nuklearen Schlag drohen. Dies habe er zuletzt im Jahr 2022 gemacht. Seitens der USA wurde diese Drohung sehr ernst genommen. Damals habe es als Folge "hektische Verhandlungen" mithilfe der Chinesen und Inder gegeben.
Nun könnte es Reisner zufolge erneut dazu kommen, dass Putin mit dem Einsatz von Nuklearwaffen drohe, da Russland unter Druck gerate. Zudem halte es der Militärexperte für möglich, dass der Kreml-Chef eine taktische Atomwaffe über dem Schwarzen Meer zündet, um seiner Drohung Nachdruck zu verleihen.
Einen russischen Angriff auf NATO-Länder schließt Reisner hingegen aus. "Dies würde zu einer enormen Eskalation führen", auf die Moskau keine Lust hätte. Vielmehr würde der Kreml auf "hybride Kriegsführung" setzen.