Die WM verlief für Manuel Neuer und Deutschland alles andere als gut. Bereits nach der Vorrunde musste man die Segel streichen. Um nach dem enttäuschenden Turnier etwas den Kopf freizukriegen, ging der 36-Jährige auf eine Skitour. Dumm nur, dass der Bayern-Star einige Meter unter dem Gipfel stürzte und sich den Unterschenkel brach.
Daraufhin habe die Gruppe, mit der Neuer unterwegs gewesen sei, einen Notruf abgesetzt. Die Rettungskräfte hätten Neuer wegen seines Helms und seiner Mütze zunächst nicht erkannt. Schnell sei ihnen aber klar geworden, "dass es der Herr Neuer ist", sagte ein Sprecher der Bergwacht Schliersee gegenüber der lokalen Zeitung "Miesbacher Merkur".
Da Neuer wegen des vereisten Schnees nicht auf einem Rettungsschlitten habe weggebracht werden können, sei ein Hubschrauber angefordert worden, teilte der Sprecher der Bergwacht mit. Der Schlussmann des FC Bayern München sei dann mit einem Helikopter ins Unfallklinikum Murnau geflogen worden. Die Operation sei gut verlaufen, schrieb Neuer im Anschluss auf Instagram. Doch seine Freizeitbeschäftigung gab zu reden.
Skitouren können gefährlich sein und bergen ein hohes Verletzungsrisiko. Die Bedingungen in der Region am Freitag seien eher ungeeignet gewesen, schrieb die deutsche "Bild". Es lagen nur elf Zentimeter Neuschnee. Gegenüber "Bild" sagte der Bergführer Sebastian Brandhofer: "Man kann nicht sagen, was Neuer gemacht hat, wäre absoluter Wahnsinn. Es machen Tausende andere auch. Je mehr Schnee liegt, desto geringer ist die Gefahr. Bei wenig Schnee besteht immer das Risiko, dass man an Steinen oder Wurzeln hängenbleibt." Was sicher ist, ist, dass der 36-Jährige monatelang ausfallen wird.
Bei seinem Arbeitgeber Bayern München läuft die Suche nach einem Ersatz auf Hochtouren. Die erste Option ist die jetzige Nummer zwei, Sven Ulreich. Der 34-Jährige machte bisher eine gute Figur, wenn er Neuer ersetzen musste. Eine Rückholaktion von Alexander Nübel, der zum AS Monaco ausgeliehen ist, steht ebenfalls im Raum. Auch weitere Namen wie der Kroatiens WM-Held Dominik Livakovic oder PSG-Mann Keylor Navas werden gehandelt. Wie die Bayern-Bosse entscheiden, wird sich zeigen.
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