Die Euro-Banknoten bekommen ein völlig neues Gesicht. Der Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) hat zwei Themen für das künftige Bargeld-Design festgelegt: "Europäische Kultur" und "Flüsse und Vögel". Das eine steht für Geschichte, das andere für Natur.
Auf den neuen Geldscheinen werden erstmals berühmte europäische Persönlichkeiten abgebildet - von der Operndiva Maria Callas bis zum Universalgenie Leonardo da Vinci. Auf der Rückseite finden sich Naturmotive mit Vögeln und Flusslandschaften sowie EU-Institutionen.
Wie inside-digital.de berichtet, wurden rund 365.000 Bürger zu den neuen Motiven befragt. Zwei Beratungsgruppen mit Fachleuten aus der gesamten Euro-Zone hatten zuvor Vorschläge erarbeitet.
Die Zuordnung der neuen Banknoten: Auf dem 5-Euro-Schein ist Maria Callas zu sehen, den Zehner ziert Ludwig van Beethoven. Marie Curie kommt auf den 20-Euro-Schein, Miguel de Cervantes auf den 50er. Leonardo da Vinci erhält den 100-Euro-Schein - und die österreichische Friedensnobelpreisträgerin Bertha von Suttner den 200er.
Beim zweiten Thema stehen heimische Vogelarten und europäische Gewässer im Mittelpunkt. So ist etwa ein Eisvogel an einem Wasserfall für den 10-Euro-Schein vorgesehen. Ein Weißstorch über einem gewundenen Flusstal ziert den 50er, ein Basstölpel über Ozeanwellen den 200-Euro-Schein. Auf den Rückseiten dieser Serie sind europäische Institutionen abgebildet - vom Europäischen Parlament bis zum Rechnungshof.
Die EZB hat den Startschuss für einen offenen Wettbewerb gegeben: Vom 15. Juli bis zum 18. August können Grafikdesigner aus der gesamten EU ihre Entwürfe einreichen. Danach will die Zentralbank die besten Vorschläge der Bevölkerung präsentieren.
Bis die neuen Scheine tatsächlich in deiner Geldbörse landen, wird es allerdings noch einige Jahre dauern. Eines steht aber fest: Europa bleibt ein Bargeld-Kontinent - und bekommt dabei ein deutlich frischeres Aussehen.