Die Stadt Wien startet ein neues Förderprogramm für Photovoltaik-Anlagen – und setzt dabei gezielt auf innovative Lösungen, wie der "ORF" berichtet. Sieben Millionen Euro stehen für das Paket bereit, das vor allem neue Flächen für Sonnenstrom erschließen soll.
Im Mittelpunkt stehen sogenannte multifunktionale PV-Anlagen. Dazu zählen etwa Installationen auf Hausfassaden oder auf Dachgärten. Ziel ist es, bisher ungenutzte Bereiche stärker für die Energiegewinnung einzusetzen.
Mit der Förderung verfolgt die Stadt mehrere Ziele: Neben dem weiteren Ausbau klimafreundlicher Energie soll auch die Abhängigkeit von ausländischen Energielieferanten reduziert werden. Gleichzeitig will Wien langfristig mehr Kontrolle über die Energiepreise gewinnen.
Während klassische Aufdachanlagen zuletzt günstiger geworden sind und sich oft schon nach wenigen Jahren rechnen, setzt die Stadt nun bewusst auf anspruchsvollere Projekte. Gefördert werden künftig vor allem Anlagen, die technisch aufwendiger oder teurer sind – etwa auf Fassaden oder gemeinschaftlich genutzten Dachflächen.
Voraussetzung: Die Anlagen müssen öffentlich, öffentlich zugänglich oder gemeinschaftlich genutzt werden. Bis zu 30 Prozent der förderfähigen Kosten können übernommen werden. Auch bestehende Programme bleiben erhalten. Förderungen für PV-Anlagen im mehrgeschoßigen Wohnbau, bei Flugdächern oder auf Gründächern werden laut Stadt verlängert und bis 2027 weitergeführt.
"Unser Ausbauziel sind 800 MWp bis 2030, das ist eine Leistung, mit der wir ein Viertel aller Wiener Haushalte versorgen können", erklärt Klimastadtrat Jürgen Czernohorszky (SPÖ).
Parallel zur Förderung baut die Stadt auch ihr Serviceangebot aus. Wiener sowie Unternehmen können sich künftig noch umfassender beraten lassen, wie sie auf Sonnenstrom umsteigen können. Die Beratung ist kostenlos und sowohl telefonisch als auch per Video möglich. Termine können online gebucht werden.