Rathaus-Forum

Neue Generation – Migranten-Vereine suchen Nachwuchs

Beim Community Forum im Wiener Rathaus diskutierten mehr als 300 Gäste über Ehrenamt, Nachwuchs und den Wandel der Vereinsarbeit.
Wien Heute
29.09.2026, 21:15
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Wie können migrantische Vereine in Wien auch für junge Menschen attraktiv bleiben? Mit dieser Frage beschäftigte sich das diesjährige Community Forum im Wiener Rathaus. Mehr als 300 Besucherinnen und Besucher diskutierten über Ehrenamt, Vereinsarbeit und den Generationenwechsel.

Vereine unterstützen Stadt

Auf Einladung von Vizebürgermeisterin und Integrationsstadträtin Bettina Emmerling (NEOS) sowie der MA 17 kamen Vertreterinnen und Vertreter verschiedener Migrantinnen- und Migrantenorganisationen zusammen. Im Mittelpunkt standen die Herausforderungen des Vereinsalltags – und die Frage, wie junge Menschen stärker zur Mitarbeit und zur Übernahme von Verantwortung bewegt werden können.

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Vizebürgermeisterin Bettina Emmerling (2.v.r.) war ebenfalls dabei.
Stadt Wien/Christian Fürthner

Emmerling betonte dabei die Bedeutung des ehrenamtlichen Engagements: "Das Ehrenamt ist das höchste Amt, das man übernehmen kann und in den Migrant*innen-Selbstorganisationen übernehmen es viele neben Beruf und Familie. Diese Vereine unterstützen die Stadt maßgeblich bei der Integration. Wenn eine junge Generation Verantwortung übernimmt, bringt das neue Möglichkeiten für die Vereine und für Wien."

Von Bildung bis Sport

Die Vereine übernehmen in Wien ganz unterschiedliche Aufgaben. Sie bieten Bildungs- und Beratungsangebote, organisieren Sport- und Kulturveranstaltungen und unterstützen unter anderem Frauen, Familien und Jugendliche.

Bei der Podiumsdiskussion berichteten Jagoda Dekić vom Sport- und Kulturverein Jedinstvo, Željana Jurić von buntaž, Anca Hociota aus der rumänischen Community, Haiying Zheng vom Boya Chinesischen Bildungsinstitut, Bilgi Yildirim von SAM-DER Austria und Tajir Ahmed Abdullahi vom Bildung-, Kultur- und Integrationsverein BKI aus ihrem Vereinsalltag.

Nachwuchs gesucht

Besonders der Generationenwechsel stellt viele Organisationen vor neue Herausforderungen. Während manche Vereine bereits seit Jahrzehnten bestehen, wurden andere erst in den vergangenen Jahren gegründet.

Junge Menschen erwarten laut den Diskussionsteilnehmern zunehmend flexible Möglichkeiten zur Mitarbeit und digitale Kommunikation. Auch neue Themen und Angebote sollen stärker an den Lebensrealitäten einer jungen und vielfältigen Generation anknüpfen.

Für die Stadt sind die Vereine wichtige Ansprechpartner. "Gemeinsam diskutieren wir Herausforderungen, die eine wachsende und internationale Stadt mit sich bringen und wie Selbstrepräsentation gestärkt werden kann", sagte Theodora Manolakos, Leiterin der MA 17.

red,29.09.2026, 21:15
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