Koalition verliert Mehrheit

Umfrage: Babler zieht nun sogar Wiener SPÖ nach unten

Laut einer aktuellen Polit-Umfrage für den Stadtsender W24 ist die Ludwig-Partei mit 35 Prozent aber nach wie vor stärkste Kraft der Hauptstadt.
Newsdesk Heute
29.09.2026, 09:40
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Der Polit-Herbst startet auch für die Rathausparteien heiß: Eine aktuelle Umfrage mit dem IFDD-Institut (1.000 Befragte, Schwankungsbreite ±3,1 Prozent) für das Stadtfernsehen W24 hat es in sich: Zwar liegt die seit Jahrzehnten dominierende SPÖ mit 35 Prozent weiterhin klar auf Platz eins, der Rückstand auf die FPÖ schrumpft aber auf neun Prozentpunkte. Bei der Wien-Wahl 2025 waren die Roten noch auf 39,4 Prozent gekommen.

FPÖ in Wien schon bei 26 Prozent

Die Freiheitlichen von Dominik Nepp werden aktuell bereits auf 26 Prozent hochgeschätzt. Das ist ein deutliches Plus von 6 Prozentpunkten in nur eineinhalb Jahren. Auch die Grünen blühen in der Hauptstadt wieder – sie liegen in der aktuellen IFDD-Studie schon bei 19 Prozent. Das wäre ein Plus von 4,5 Prozentpunkten verglichen mit dem vorangegangenen Urnengang.

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Grund zur Freude: Dominik Nepps FPÖ legt 6 Prozent zu.
Sabine Hertel

Neos, ÖVP unter 2025er-Ergebnis

Die Neos verlieren von 10 Prozent (2025) auf 7 Prozent. Die Koalitionspartner kommen somit nur noch auf 42 Prozent und hätten keine Mehrheit mehr im Landtag. Auch den Stadt-Schwarzen drohen weitere Einbußen. Die Volkspartei könnte aktuell mit 7 Prozent rechnen, wenn am kommenden Sonntag Landtags- und Gemeinderatswahlen wären.

Dafür bahnt sich eine dunkelrote Sensation an: Mit aktuell fünf Prozent könnte die KPÖ ernsthaft über einen Einzug ins Rathaus spekulieren.

Babler-Gegenwind bremst Ludwig

Wie sind die doch sehr deutlichen Umwälzungen zu erklären? "Der deutliche Gegenwind aus dem Bund zieht allerdings auch eine starke Landespartei wie die SPÖ Wien nach unten", kommentiert Meinungsforscher Christoph Haselmayer für W24. Die FPÖ verspüre hingegen Rückenwind aus dem Bund. Vor diesem Hintergrund wird es spannend zu sehen, wie sich Ludwig – amtierenden Vorsitzenden gegenüber normalerweise stets loyal – in der aktuellen Vorsitzdebatte der SPÖ positioniert.

Direktwahl klare Sache für Stadtchef

Dass Michael Ludwig seine Landesgruppe trotz Einbußen "zieht", zeigt der Blick auf die fiktive Frage der Bürgermeister-Direktwahl: Hier ist Ludwig mit 44 Prozent unangefochten an der Spitze. Nicht nur, dass der amtierende Stadtchef auf deutlich bessere Werte als seine Partei kommt, er deklassiert seine Mitbewerber beinahe. Dominik Nepp schafft exakt denselben Wert (26 Prozent) wie die FPÖ in der Sonntagsfrage. Grünen-Chefin Pühringer kommt auf 17 Prozent.

Wähler-Watsche für Emmerling

Vizebürgermeisterin Bettina Emmerling (Neos) können sich nur 3 (!) Prozent der Wiener im Chefsessel vorstellen. Mehr als doppelt so stark hier: ÖVP-Stadtparteiobmann Markus Figl mit 7 Prozent.

red,Akt. 29.09.2026, 09:46, 29.09.2026, 09:40