Neue GPA-Chefin trommelt gegen 12-Stunden-Tag

Barbara Treiber, die neue Chefin der GPA, warnt vor den Auswirkungen des geplanten 12-Stundentages.
Barbara Treiber, die neue Chefin der GPA, warnt vor den Auswirkungen des geplanten 12-Stundentages.Bild: picturedesk.com
Die Gewerkschaft der Privatangestellten ist kein Fan des 12-Stundentages. Im "Heute" Interview erklärt die neue GPA-Chefin Barbara Treiber warum das so sei.
Morgen steigt in Wien die Gewerkschaftsdemo gegen den Zwölf-Stunden-Tag. Für Barbara Teiber ist es der erste Großauftritt als neue Vorsitzende der Gewerkschaft der Privatangestellten (GPA). Die 40-Jährige zu „Heute": „Bei dem, was die Regierung ursprünglich vorgelegt hat, ist nichts dabei, das positiv für die Arbeitnehmer ist." Auch wenn die Regierung die Freiwilligkeit zu Mehrarbeit verankere, „weiß jeder, dass eine Arbeitnehmerin vielleicht ein bis vier Mal ihrem Chef eine Absage erteilen kann. Aber dann wird sich der Chef jemand Neuen suchen."

Treiber warnt vor Einkunftseinbußen

Sie kritisiert die massive Schwächung der betrieblichen Mitbestimmung, warnt vor dem Entfall von Überstundenzahlungen bei Gleitzeit-Arbeitenden.

Vermisst wird von Teiber „die quantitative Beschränkung. Theoretisch kann ein Arbeitgeber in der Früh Mitabeitern sagen, dass sie zwölf Stunden bleiben müssen. Und am nächsten Tag wieder. Das einzige, was Arbeitnehmer noch schützt, ist die EU-Arbeitszeitrichtlinie." Sie erlaubt im Durchrechnungszeitraum von 17 Wochen eine Höchstarbeitszeit von 48 Stunden/Woche. (uha)



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