Neue Infos zum Anschlag: Möglicher Mitwisser angeklagt

Menschen gedenken der Opfer am Schwedenplatz.
Menschen gedenken der Opfer am Schwedenplatz.picturedesk.com
Nach dem Terroranschlag in Wien werden immer mehr Details bekannt. Gegen einen möglichen Mittwisser, der in U-Haft ist, liegt eine Terroranklage vor.

Eine Woche nach dem Terroranschlag herrscht Trauer in Wien. Rund um den Attentäter werden immer mehr Details bekannt. Ein 18-Jähriger, der nach dem Terroranschlag in Wien als möglicher Mitwisser in U-Haft genommen wurde, wurde bereits angeklagt.

Anklage im Oktober eingebracht

Wie eine Sprecherin des Wiener Landesgerichts für Strafsachen am Montag der APA bestätigte, lag zum Zeitpunkt des Anschlags am 2. November gegen einen Mann eine Anklage wegen terroristischer Vereinigung vor. Die Anklage wurde Anfang Oktober eingebracht.

Darin wird ihm vorgeworfen, seit März 2018 für den IS tätig zu sein und den späteren Attentäter bei den Plänen, nach Syrien zu reisen, unterstützt zu haben. Diesbezüglich wird dem Verdächtigen ein "psychischer Tatbeitrag" angelastet.

Eltern stammen aus Bangladesh

Der Festgenommene ist 18 Jahre alt, seine Eltern stammen aus Bangladesh. Vor seiner Festnahme soll er äußerlich aufgrund seiner Kleidung und Barttracht als strenggläubiger Moslem erkennbar gewesen sein.

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Die vorliegende Anklage gegen den 18-jährigen mutmaßlichen Islamisten ist bereits rechtswirksam. Konkreten Verhandlungstermin gibt es noch keinen.

IS-Propagandamaterial verbreitet

In diversen Chats soll er den späteren Attentäter bestärkt haben, seine Syrien-Pläne in die Tat umzusetzen. Auch soll er IS-Propagandamaterial und Kampflieder für den gewaltsamen Dschihad weiterverbreitet haben.

Der Attentäter wurde jedoch auf seinem Weg nach Syrien von der Polizei in der Türkei gestoppt und nach Wien zurückgeschickt. Im April 2019 wurde er wegen terroristischer Vereinigung zu einer unbedingten Haftstrafe von 22 Monaten verurteilt. Im Dezember wurde er vorzeitig entlassen.

Weiters wurde am Montag bekannt, dass Beamte des LVT eine Observation nach einem Terrortreffen abgebrochen haben, "Heute" berichtete. Der Attentäter traf sich im Juli in Wien mit anderen Dschihadisten aus Deutschland und der Schweiz.

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