Spirituosen-Hersteller rechnen sich für ihr neues Kleinstformat eine große Zukunft aus. Pernod Ricard, Bacardi und die Tequila-Marke 818 von Kendall Jenner bauen derzeit ihr Sortiment an Mini-Flaschen in den USA massiv aus.
Der Grund laut CNN: Viele Kunden müssen stärker auf ihr Geld achten, wollen aber trotzdem nicht auf bekannte oder teure Marken verzichten. Statt zu günstigeren Produkten zu wechseln, greifen sie daher häufiger zu kleineren Flaschen – obwohl sie damit pro Milliliter eigentlich mehr bezahlen.
Besonders stark wächst laut Marktdaten der Verkauf von Brandy und Tequila in 50-Milliliter-Flaschen – also in etwa Stamperlgröße. Auch Tequila und Liköre in Flaschen mit 375 Millilitern gewinnen Marktanteile. Eine Standardflasche enthält doppelt so viel.
Pernod Ricard hat deshalb unter anderem den Malibu-Likör in einer neuen 100-Milliliter-Dose auf den Markt gebracht. Auch Absolut Wodka und der Erdnussbutter-Whiskey Skrewball sind bereits als Knirpse erhältlich.
Die kleinen Flaschen sollen aber nicht nur günstiger sein. "Die Verbraucher schätzen die praktische Handhabung dieses Formats und sehen darin zugleich eine erschwingliche Möglichkeit, einen Premium-Tequila zu genießen", erklärte Lanay Jacobs, Präsidentin der Calabasas Beverage Company, der Muttergesellschaft von Kendall Jenners 818 Tequila, gegenüber CNN.
"Das Format senkt zudem die Hemmschwelle beim Ausprobieren und bietet somit einen einfachen Einstieg für Verbraucher, die 818 vielleicht zum ersten Mal entdecken." Den 818 Tequila gibt es deshalb schon in Mini-Flaschen um 3,99 Dollar – statt etwa 135 Dollar für die Standardmenge.