20-mal besser als EU-Schnitt

"Positives Beispiel": Österreichs Zoll greift durch

Österreich zieht europaweit die meisten unsicheren Waren aus dem Verkehr und gilt bei Produktkontrollen als Vorreiter im EU-Vergleich.
Newsdesk Heute
21.07.2026, 11:57
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Rund 6 Milliarden Produkte aus Drittstaaten sind laut Schätzungen der EU-Kommission im Jahr 2025 in die EU importiert worden. Das ist ein Anstieg von fast 300 Prozent im Vergleich zu 2022. Die meisten dieser Waren kommen über den Onlinehandel nach Europa.

Laut einer OTS-Aussendung wurden 2025 bei Kontrollen EU-weit etwa 10 von einer Million eingeführten Waren abgewiesen, weil sie entweder nicht den strengen europäischen Standards entsprochen haben oder gefährliche beziehungsweise giftige Inhaltsstoffe enthalten haben. Österreich liegt bei den Aufgriffen europaweit an der Spitze: Hierzulande wurden fast 20-mal mehr Produkte aus dem Verkehr gezogen als im EU-Schnitt.

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Konkret musste eine von 5.146 eingeführten Waren in Österreich zurückgewiesen werden. Gemeinsam mit Slowenien, Zypern und Luxemburg zeigt Österreich damit, wie effektive Produktkontrollen funktionieren – das hebt die EU-Kommission in ihrem aktuellen Bericht zur Marktüberwachungsstatistik hervor und nennt Österreich als positives Beispiel.

Fünffacher Anstieg

Die meisten zurückgewiesenen Produkte fallen europaweit in die Kategorie Gesundheit, dazu zählen sowohl Medikamente als auch Kosmetika. Danach folgen Elektronikartikel und Haushaltswaren. Einen Anstieg gegenüber 2024 gab es auch bei Kinder- und Babyprodukten. Insgesamt ist die Zahl der zurückgewiesenen Waren zwischen 2022 und 2025 von rund 6.500 auf mehr als 27.000 gestiegen – das ist fast das Fünffache.

China bleibt mit rund 70 Prozent aller beanstandeten Produkte weiterhin deutlich an der Spitze. Danach folgen die USA und Großbritannien mit jeweils rund 6 Prozent.

Vorreiterrolle

Viele aus Drittstaaten bestellte Waren entsprechen nicht den europäischen Sicherheits- und Gesundheitsstandards, betont auch Finanzminister Markus Marterbauer. Das zeige auch die 2025 von der EU-Kommission beauftragte Studie, bei der die Hälfte aller untersuchten Produkte nicht den EU-Regeln entsprach. "Es ist erfreulich, dass der österreichische Zoll in diesem Zusammenhang eine Vorreiterrolle in Europa einnimmt und so für Fairness und Sicherheit sorgt", zeigt sich Marterbauer zufrieden.

"Dass Österreich bei den Aufgriffen an der Spitze Europas liegt, ist kein Zufall, sondern das Ergebnis konsequenter Kontrollen", betont auch Konsumentenschutz-Staatssekretärin Ulrike Königsberger-Ludwig . Diese Kontrollen braucht es dringend: Die meisten beanstandeten Produkte gefährden direkt die Gesundheit. Deshalb müsse sichergestellt werden, dass jedes in Europa verkaufte Produkt den europäischen Standards entspricht.

Zusammenarbeit wird ausgebaut

Im März 2026 konnte auf europäischer Ebene eine Einigung zur EU-Zollreform erzielt werden. Diese Reform bringt eine deutlich verstärkte Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedstaaten, ein europaweites Risikomanagement und eine gemeinsame Datenplattform – statt der bisher unterschiedlichen nationalen Systeme. Damit soll noch besser verhindert werden, dass nicht konforme, gefährliche oder unsichere Waren in die EU gelangen.

"Internationale Zusammenarbeit in Zollfragen ist entscheidend für den freien und fairen Warenverkehr. Mit der Zollreform kommt es zu Erleichterung im Handel, aber auch Verbesserungen im Kampf gegen die Einfuhr von gefährlichen oder unsicheren Waren", so Marterbauer abschließend.

{title && {title} } red, {title && {title} } 21.07.2026, 11:57