Österreich mischt beim Geschäft mit Bitcoin und Co. ganz vorne mit. Neue Zahlen belegen: Das Land entwickelt sich zu einem der wichtigsten Standorte für Kryptodienstleister und Finanztechnologie-Unternehmen in Europa.
Dank einer frühzeitigen Regulierung und eines innovationsfreundlichen Umfelds verfügt Österreich in Sachen Krypto heute über einen klaren Standortvorteil gegenüber vielen anderen EU-Mitgliedstaaten – darunter auch Deutschland.
Die rasche Umsetzung des entsprechenden europäischen Regelwerks und das nationale Begleitgesetz sorgten bereits ab 2024 für Rechtssicherheit. Unternehmen konnten in Österreich dadurch wesentlich früher Planungssicherheit erhalten als in vielen anderen Ländern.
„Wir haben früh die richtigen Rahmenbedingungen geschaffen und uns damit einen echten Standortvorteil erarbeitet.“Barbara Eibinger-MiedlFinanzstaatssekretärin (ÖVP)
"Österreich entwickelt sich zunehmend zum Krypto-Hub Europa", sagt Finanzstaatssekretärin Barbara Eibinger-Miedl (ÖVP). Klare Regulierung und Innovation seien kein Widerspruch. Internationale Marktführer würden sich ganz bewusst für Österreich entscheiden.
Neben der Regulierung punktet Österreich mit seiner zentralen Lage, einer guten digitalen Infrastruktur und unterstützenden Bedingungen für Innovationen am Finanzmarkt. In diesem geschützten Rahmen können Firmen neue Finanzprodukte unter Aufsicht testen.
Aktuell verfügen zehn Kryptowerte-Dienstleister über eine Lizenz der heimischen Finanzmarktaufsicht. Anfang 2025 waren es erst zwei.
Neben dem heimischen Krypto-Unicorn Bitpanda setzen auch internationale Schwergewichte auf Österreich. Bybit EU – die weltweit zweitgrößte Kryptobörse nach Handelsvolumen – steuert ihr Europageschäft von Österreich aus.
Die Dimensionen sind gewaltig: Österreichische Anbieter verwahren Kryptowerte im Ausmaß von mehr als 4,4 Milliarden Euro. Im Jahr 2025 wickelten sie Transaktionen im Wert von über 17 Milliarden Euro ab.
Insgesamt sind 6,7 Millionen Kunden bei heimischen Anbietern registriert. Rund eine Million davon handelte 2025 aktiv mit Kryptowährungen. Die Kunden kommen aus ganz Europa. Ein Viertel stammt aus Deutschland, 18 Prozent aus Österreich und 17 Prozent aus Frankreich. Der Großteil ist jünger als 40 Jahre.