Mit der Xiaomi UltraThin Magnetic Power Bank 5000 15W bringt Xiaomi ein Ladegerät auf den Markt, das nicht primär durch Leistung, sondern durch Komfort und Optik punkten will. Die kleine Powerbank im Metall-Design ist mit rund 6 Millimetern extrem flach und mit circa 98 Gramm auch noch sehr leicht. Das Gehäuse mit dem Formfaktor einer dickeren Kreditkarte passt wohl in so gut wie jede Hosentasche, der 5.000 Milliamperestunden (mAh) Akku mit 18,58 Wattstunden (Wh) lässt die Power Bank mit auf Flugreisen gehen (unter 100 Wh erlaubt). Der Preis liegt bei 60 Euro (silberne und schwarze Version), die orange Version liegt bei 65 Euro.
Der Formfaktor ist aber weniger dem Verstauen in der Hosentasche geschuldet, als dass sich die Power Bank vielmehr magnetisch an die Rückseite von Smartphones schmiegen soll, die kabelloses Aufladen per magnetischem Andocken unterstützen. Dazu zählen etwa das Apple iPhone 17 Pro mit MagSafe oder das Google Pixel 10 Pro mit Pixelsnap, aber auch die neuen Flaggschiffe etwa von Xiaomi und Samsung. Letztere benötigen allerdings eine zusätzliche Hülle, damit die Power Bank sich magnetisch an das Smartphone "kleben" kann.
Im Alltag zeigt sich schnell, wie praktisch dieses Konzept ist. Die Powerbank haftet magnetisch am Smartphone und bleibt dort zuverlässig sitzen, solange es um Geräte geht, an denen die Power Bank direkt andocken kann. Auch bei anderen Modellen mit einer entsprechenden – meist offiziell vom Hersteller stammenden – Hülle funktionierte das Andocken stabil, ein Verrutschen im normalen Gebrauch war kaum ein Thema. Anders der Eindruck bei Hüllen von Drittherstellern, bei denen die magnetische Verbindung meist deutlich schwächer ausfiel.
Mit nicht einmal 100 Gramm fällt das Zusatzgerät kaum ins Gewicht. In der Hosentasche trägt es nicht auf, im Rucksack geht es fast unter. Genau hier punktet das Produkt besonders. Während klassische Powerbanks oft klobig wirken, verschwindet dieses Modell fast im Alltag. Nutzer vergessen schnell, dass sie überhaupt einen Zusatzakku dabei haben. Allerdings zeigt sich auch die Kehrseite dieser Bauweise. Die Kapazität liegt bei 5.000 mAh. Das ist genug für eine Teilaufladung oder, je nach Gerät, knapp eine vollständige Ladung. Mehr aber auch nicht.
Für längere Tage ohne Steckdose reicht das aber nur bedingt. Gerade wer viel unterwegs ist oder energiehungrige Smartphones nutzt, wird öfter nachladen müssen. Die Powerbank unterstützt kabelloses Laden mit bis zu 15 Watt. Das entspricht dem, was viele aktuelle Geräte in einer halbwegs alltagstauglichen Zeit auflädt. Im Test lief der Ladevorgang stabil, allerdings nicht besonders schnell. Das ist typisch für kabelloses Laden und fällt hier nicht negativ aus, sollte aber eingeplant werden. iPhones sind übrigens auf langsame 7,5 Watt begrenzt.
Wer es eiliger hat, kann auch zum Kabel greifen. Über den USB-C-Anschluss lässt sich ebenfalls laden, sowohl die Powerbank selbst als auch andere Geräte. Damit bleibt sie flexibel und per Kabel geht es mit 22,5 Watt etwas schneller. Nutzer sind also nicht ausschließlich auf die magnetische Funktion angewiesen, auch wenn genau diese das Hauptargument für das Produkt ist. Übrigens funktioniert auch gleichzeitiges Aufladen von zwei Geräten – eines kabellos, eines kabelgebunden. Die Kombi-Ladeleistung beträgt dabei 7,5 + 5 Watt.
Im täglichen Einsatz überzeugt vor allem die einfache Handhabung der Xiaomi-Ladelösung. Kein Kabelsalat, kein Herumprobieren. Man dockt die Powerbank an das zu ladende Gerät an und das Laden startet direkt. Genau dieses unkomplizierte Erlebnis macht den Unterschied zu vielen anderen Modellen aus. Dabei merkt man, dass Xiaomi bewusst auf ein schlichtes, aber elegantes Konzept setzt. Es gibt keine auffälligen Extras, keine überladene Technik, stattdessen steht nur das Notwendige und die Alltagstauglichkeit im Mittelpunkt.
Die Xiaomi UltraThin Magnetic Power Bank 5000 15W ist kein Kraftpaket, aber ein praktischer Begleiter für den Alltag. Wer eine unauffällige, aber schicke Lösung sucht, die das Smartphone zwischendurch versorgt, wird hier fündig.
Das Gerät richtet sich an Menschen, die eine kleine Reserve für zwischendurch suchen, nicht an Power-User mit hohen Ansprüchen. So angenehm die Nutzung ist, ganz ohne Einschränkungen geht es nicht. Die geringe Kapazität ist der größte Kompromiss. Auch die Ladeleistung kann mit kabelgebundenen Schnellladegeräten nicht mithalten. Wer sein Smartphone möglichst schnell voll bekommen will, wird hier an Grenzen stoßen. Dazu kommt, dass magnetisches Laden nicht bei allen Geräten gleich gut funktioniert – gerade bei der Nutzung von Drittanbieter-Hüllen.