Ralf Schumacher findet nach dem Miami-GP deutliche Worte – und sieht George Russell zunehmend unter Druck. "Das ist schon eine böse Klatsche für ihn", sagt der Formel-1-Experte im Sky-Podcast "Backstage Boxengasse" und stellt die Titelchancen des Briten infrage.
Zwar betont Schumacher, dass Russell grundsätzlich das Potenzial habe, um die Weltmeisterschaft zu kämpfen, doch aktuell laufe es nicht rund. "Man merkt, dass er sich hinterfragt", so der Deutsche. Der Grund: Teamkollege Kimi Antonelli ist derzeit klar schneller und das setze Russell sichtbar unter Druck. "Er verkrampft", erklärt Schumacher.
Dabei war Russell als einer der großen Favoriten in die Saison gestartet. Doch nach seinem Sieg zum Auftakt in Melbourne folgte ein Einbruch. Währenddessen feierte Antonelli zuletzt drei Siege in Serie und liegt bereits 20 Punkte vor seinem Teamkollegen. In Miami wurde der Unterschied besonders deutlich: Antonelli dominierte, während Russell als Vierter das Podium verpasste. "Er hat ihn komplett deklassiert", urteilt Schumacher.
Der Experte sieht den jungen Italiener aktuell im Vorteil: Antonelli fahre befreit und mit viel Freude, während Russell mit dem Druck kämpfe. Auch innerhalb des Teams könnte sich das Machtgefüge verschieben. "Man wird immer mehr auf Antonelli hören", meint Schumacher und warnt Russell davor, in die Rolle der Nummer zwei abzurutschen.
Die kommenden Rennen werden entscheidend. Zwar gilt die nächste Strecke in Montreal als gutes Pflaster für Russell, dennoch erwartet Schumacher schwierige Wochen für den Briten. Ein Erfolgserlebnis wäre dringend nötig.