Mehr als 20.000 Opfer

Neue Schock-Zahlen zu Menschenhandel in Europa

Mehr als 20.000 Opfer von Menschenhandel wurden binnen zwei Jahren in der EU registriert. Brüssel will nun mit einer neuen Strategie dagegen vorgehen.
17.10.2026, 15:35
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk

Der Menschenhandel in der EU nimmt zu. Allein 2023 und 2024 wurden mehr als 20.000 Betroffene registriert – ein Plus von 16,1 Prozent gegenüber dem vorherigen Vergleichszeitraum. Die EU-Kommission stellte deshalb am Samstag in Brüssel einen neuen Plan zur Bekämpfung des Menschenhandels vor.

Vor allem Frauen und Mädchen geraten ins Visier der Täter. Sie machen 63 Prozent der erfassten Opfer aus und werden meist sexuell ausgebeutet. Bei männlichen Betroffenen steht hingegen Zwangsarbeit im Vordergrund. 74 Prozent der Männer sind davon betroffen.

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen

Brüssel plant neue Maßnahmen

Neben sexueller Ausbeutung und Zwangsarbeit zählen auch erzwungene Straftaten, Betteln und Zwangsheirat zu den Formen des Menschenhandels.

Die EU will nun stärker mit internationalen Partnern zusammenarbeiten, Europol zusätzliche Befugnisse geben und moderne Technologien nutzen. Auch bestehende Vorschriften sollen konsequenter umgesetzt werden.

"Menschen dürfen nicht wie Ware verkauft werden", stellte EU-Innenkommissar und Ex-Finanzminister Magnus Brunner klar.

Dunkelziffer dürfte hoch sein

Von den bekannten Opfern stammen 36 Prozent aus EU-Ländern, die übrigen 64 Prozent aus Drittstaaten. Die tatsächliche Zahl dürfte jedoch weit höher sein. Denn viele Betroffene werden von den Behörden gar nicht erst entdeckt.

red, Akt. 17.10.2026, 15:36, 17.10.2026, 15:35