Neue Unwetter: Experte warnt vor Überflutungen im Osten

Überflutungen nach einem Unwetter in Mank 2020. Archivbild
Überflutungen nach einem Unwetter in Mank 2020. ArchivbildHELMUT FOHRINGER / APA / picturedesk.com
Heftige Starkregen-Unwetter haben in Deutschland Dutzende Menschenleben gefordert. Am Wochenende werden auch in Österreich neue Unwetter erwartet.

Am Freitag liegt das Höhentief dann südlich von Österreich und im ganzen Land sind weiterhin Schauer und Gewitter zu erwarten. Die Lage ändert sich am Wochenende kaum und in einer straffen und recht feuchten Nord- bis Nordostströmung sind vor allem entlang der Nordalpen ergiebige Regenmengen in Sicht. Erst am Montag erreichen deutlich trockenere Luftmassen aus Norden den Alpenraum und das Wetter beruhigt sich wieder. Die Prognose im Detail:

Sommer und Sonne

In der Nacht auf Donnerstag regnet es vom Tiroler Unterland bis zum Bodensee weiter, besonders in Vorarlberg stellenweise auch noch kräftig. Einzelne Schauer ziehen in der Obersteiermark durch. Sonst verläuft die Nacht trocken.

Am Freitag gehen im westlichen Bergland über den Tag verteilt ein paar Schauer und Gewitter nieder, die meisten davon am Nachmittag. 

"Im Donauraum sowie im östlichen und südöstlichen Flachland bleibt es meist trocken und auch oft sonnig", weiß Manfred Spatzierer, Chefmeteorologe der Unwetterzentrale. "In diesen Regionen sind verbreitet Höchstwerte zwischen 26 und 30 Grad in Sicht".

Der Wind dreht auf West bis Nordwest, weht aber vorerst nur schwach bis mäßig. Je nach Sonne erreicht die Temperatur 19 bis 29 Grad.

Starkregen

Der Samstag gestaltet sich im Bergland und im Süden von Beginn an bewölkt und oft schaueranfällig, auch im Süden und Osten setzt rasch kräftiger gewittriger Regen ein. 

Schwerpunkt des kräftigen Regens liegt einerseits an der Alpennordseite, vom Tiroler Unterland bis ins Mariazellerland, sowie auch von der Südsteiermark bis ins Wiener Becken.

Heftige Niederschläge bei einem Gewitter in Gleisdorf. Archivbild, 2020
Heftige Niederschläge bei einem Gewitter in Gleisdorf. Archivbild, 2020PRIVAT / APA / picturedesk.com

"Tagsüber sowie auch am Sonntag muss man dann fast im ganzen Land mit schauerartigem Regen und eingebetteten Gewittern rechnen" so Spatzierer weiter. Aufgrund der Luftmasse bleibt es aber trotz oft regnerischen Wetters relativ warm.

Am Wochenende sind laut dem Experten selbst in den Alpen maximal 19 oder 20 Grad in Reichweite, im Osten und Süden sind zwischen den Gewittern bis zu 27 oder 28 Grad möglich.

Düstere Prognose

Am Sonntag gehen von der Früh weg vor allem in den Nordalpen teils kräftige Schauer nieder, tagsüber breiten sich diese auch wieder bis ins östliche Flachland aus. Lokal ist auch mit Blitz und Donner zu rechnen, am ehesten sonnig aufgelockert bleibt es Osttirol und Oberkärnten.

Spatzierer hat eine düstere Prognose: "Entlang der Nordalpen vom Tiroler Unterland bis zum Wienerwald und dem Semmering-Wechsel-Gebiet zeichnen sich am Wochenende verbreitet 70 bis 150 l/m² Regen an".

Niederschlagssumme Freitag bis Sonntag
Niederschlagssumme Freitag bis SonntagUBIMET

Hochwasser-Gefahr

 "Hier sowie auch vom Marchfeld über Wien und das Burgenland bis in die Südsteiermark sind aber durch Schauerstraßen und stationäre Gewitter selbst binnen wenigen Stunden noch größere Regenmengen möglich", warnt der Meteorologe.

Gebietsweise besteht also am Wochenende eine erhöhte Gefahr von Überflutungen, Hangrutschungen und Murenabgänge.

In der Nacht zum Montag klingen die kräftigen Regenschauer sowie Gewitter dann aber allmählich ab und das Wetter beruhigt sich wieder.

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