Es geht wieder los! In Österreich sind derzeit wieder Hunderttausende Menschen krankgemeldet. Die aktuellen Zahlen der Österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK) zeigen, dass vor allem grippale Infekte zunehmen.
In der Vorwoche wurden österreichweit insgesamt 264.769 Krankmeldungen abgegeben. Das sind um 2.690 mehr als noch eine Woche zuvor. Besonders auffällig ist die Entwicklung bei den grippalen Infekten.
Allein wegen grippaler Infekte waren in der Kalenderwoche 42 insgesamt 64.211 Menschen krankgemeldet. Eine Woche zuvor waren es noch 63.741 gewesen.
Auch im Vergleich zum Vorjahr zeigt sich ein deutlicher Anstieg. In der Kalenderwoche 42 des Jahres 2025 wurden 61.720 Krankenstände wegen grippaler Infekte registriert. Heuer sind es damit um 2.491 mehr.
Bei der echten Grippe, also Influenza, zeigt sich ebenfalls eine Zunahme. Die Zahl der entsprechenden Krankenstände stieg innerhalb einer Woche von 606 auf 746. Im Vorjahr waren es zur selben Zeit 566 gewesen.
Besonders viele Krankmeldungen gibt es derzeit in der Bundeshauptstadt. In Wien wurden in der Kalenderwoche 42 insgesamt 73.120 Krankenstände registriert. Davon entfielen 19.082 auf grippale Infekte.
Dahinter folgen Niederösterreich mit 45.655 und Oberösterreich mit 47.603 Krankmeldungen. Auch in der Steiermark wurden mit 35.256 zahlreiche Krankenstände verzeichnet.
Während die grippalen Infekte zunehmen, sieht die Entwicklung bei Corona ganz anders aus. In der Kalenderwoche 42 wurden österreichweit 400 Krankenstände wegen Covid-19 registriert.
Zum Vergleich: Im selben Zeitraum des Vorjahres waren es noch 4.699. Das entspricht einem Rückgang von rund 91 Prozent.
Auch gegenüber der Vorwoche ist die Zahl leicht gesunken. In Kalenderwoche 41 waren noch 381 Covid-Krankenstände verzeichnet worden.
Allerdings sind die Zahlen mit Vorsicht zu betrachten. Seit dem 1. Juli 2023 ist Covid-19 in Österreich nicht mehr meldepflichtig. Zudem wird deutlich weniger getestet. Die registrierten Erkrankungen bilden das tatsächliche Infektionsgeschehen daher nicht vollständig ab.
Eine zusätzliche Orientierung bietet das österreichische Abwassermonitoring, das die Verbreitung von Krankheitserregern untersucht.
Die Zahlen umfassen ÖGK-versicherte Arbeitnehmer sowie Bezieher von Arbeitslosengeld. Versicherte anderer Sozialversicherungsträger sind in der Statistik nicht enthalten.