Die nächste ORF-Aufregung ist da. Laut einem Bericht der Tageszeitung "Der Standard" sollen auf ORF III ausgestrahlte Dokumentationen teilweise von staatsnahen Organisationen wie den ÖBB oder der Wirtschaftskammer beauftragt worden sein – ohne entsprechenden Hinweis an die Zuschauer.
FPÖ-Generalsekretär Christian Hafenecker reagierte darauf mit scharfer Kritik. "Der Zwangsgebührenfunk ist also nicht nur eine Systempropagandaanstalt, sondern agiert offenbar auch noch wie eine PR-Produktionsfirma für staatliche und staatsnahe Organisationen", so der freiheitliche Mediensprecher.
Besonders brisant sei laut Hafenecker eine Dokumentation über den ehemaligen niederösterreichischen Landeshauptmann Erwin Pröll. Diese soll laut Bericht zu einem großen Teil von einer externen Produktionsfirma bezahlt worden sein. Die Rechte daran sollen später an den niederösterreichischen Bauernbund verkauft worden sein.
"Ein Schelm, wer hier Böses dabei denkt", sagte Hafenecker mit Verweis auf frühere ÖVP-Chats rund um Ex-Finanzchef Thomas Schmid. Der Freiheitliche ortet mangelnde kritische Distanz und spricht von einem weiteren "ORF-Skandal".
Die FPÖ fordert nun eine umfassende Aufklärung der Vorwürfe. Für Hafenecker ist klar: "Diese muss als Ausgangspunkt für eine umfassende Totalreform des ORF genutzt werden." Ziel müsse ein "verschlankter Grundfunk" ohne Zwangsfinanzierung sein.