Trotz des knallharten Sparpakets in Höhe von 5 Milliarden Euro, versprach die Regierung begleitende Offensiv- und Unterstützungsmaßnahmen. Als eine solche gilt der Unterstützungsfonds für Alleinerziehende, der mit insgesamt 35 Millionen Euro dotiert ist. In Kraft treten soll er am 1. Juli, wie Sozialministerin Korinna Schumann verriet.
Der Fonds soll Alleinerziehenden und ihren Kindern in besonders prekären Lebenslagen helfen, in Härtefällen unterstützen und die finanzielle Eigenständigkeit stärken, verspricht die Regierung.
Einen Schwerpunkt will man auf jene Alleinerziehende legen, die von Partnergewalt betroffen sind. "Da der überwiegende Teil der Alleinerziehenden Frauen sind, trägt der Fonds auch zu ihrer finanziellen Unabhängigkeit bei und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Zielsetzungen des Regierungsprogramms", betont das Sozialministerium.
Betroffene erhalten monatlich pro Kind, für das kein Unterhalt oder Unterhaltsvorschuss geleistet wird, 50 % des Halbwaisenrichtsatzes, 12 Mal pro Jahr ausbezahlt. Für 2026 liegt die Leistungshöhe bei 240 Euro. Für Alleinerziehende mit (Halb-)Waisen ohne Anspruch auf (Halb-)Waisenpension wird die Leistung analog zur Pensionshöhe 14 Mal ausbezahlt. Für Gewaltbetroffene in akuten Krisensituationen gibt es zudem eine Einmalzahlung – die sogenannte "Starthilfe" – zur Deckung von Mehrausgaben.
Wichtig: Um die Leistungen des Unterstützungsfonds in Anspruch zu nehmen, darf das monatliche Nettoeinkommen die Schwelle von 2.768 Euro nicht überschreiten. Auch über 18-Jährige in Ausbildung bekommen die Hilfe bis zum 20. Geburtstag. Für dauerhaft erwerbsunfähige Kinder mit Behinderung gilt sie über das 18. Lebensjahr hinaus.
Für eine bessere Übersicht hat das Sozialministerium konkrete Anwendungsbeispiele für den Unterstützungsfonds aufgestellt – "Heute" hat die Details.
"Wenn Unterhaltszahlungen ausbleiben, darf daraus keine Notlage entstehen. Mit dem Unterstützungsfonds schließen wir Versorgungslücken und schützen Alleinerziehende sowie ihre Kinder vor einem Abrutschen in die Armut. Für Frauen, die von Partnergewalt betroffen und wirtschaftlich abhängig sind, trägt der Fonds zur finanziellen Unabhängigkeit bei und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Prävention von häuslicher Gewalt", so Sozialministerin Korinna Schumann.