In der EU gibt es neue Bewegung bei möglichen Gesprächen über ein Ende des Ukraine-Kriegs. Das Büro von EU-Ratspräsident António Costa hat in den vergangenen Wochen direkten Kontakt zum Kreml aufgenommen.
Ein EU-Beamter bestätigte am Mittwoch, es habe "kurze Kontakte" auf diplomatischer Ebene gegeben. Ziel sei gewesen, "Kommunikationskanäle zu öffnen". Inhaltliche Gespräche hätten dabei aber nicht stattgefunden.
Die europäischen Verbündeten der Ukraine beraten schon länger darüber, ob Verhandlungen mit Russland über ein Ende des Kriegs aufgenommen werden sollen. Anfang Juni hatten sich Deutschland, Frankreich und Großbritannien bei einem Treffen in London für direkte Gespräche über eine Waffenruhe zwischen Moskau und Kiew ausgesprochen.
Dabei wollen die Europäer den bisher von den USA geführten Verhandlungsprozess "aufnehmen und weiterführen", wie es Regierungssprecher Stefan Kornelius formulierte.
Das Thema soll auch beim EU-Gipfel am Donnerstag besprochen werden. Offen ist unter anderem, wer die Europäer in einem möglichen Verhandlungsprozess vertreten könnte.