Wechsel in der Stützpunkt-Spitze: Gerald Spieß (46) hat mit 1. Juni 2026 den Stützpunkt Krems/Gneixendorf (Christophorus 2) als Leiter übernommen. "Kann man sich nicht besser wünschen", beschreibt Spieß im "Heute"-Gespräch, wie es bisher läuft.
Spieß besuchte die Bundesfachschule für Flugtechnik in Langenlebarn (Bezirk Tulln, NÖ). Da die Fachschule direkt beim Militär liegt, konnte man auch dort hineinschnuppern. Eine Technikerausbildung absolvierte er ebenfalls.
Als er fertig mit der Technikerausbildung war, sei er viel mit Piloten unterwegs gewesen. Den Gedanken, eine Pilotenausbildung zu machen, habe er schon lange davor gehabt. "Die Piloten haben mich gestärkt in dem Vorhaben", zeigt sich Spieß dankbar über seine Arbeitskollegen. Dann wurde er Hubschrauberpilot.
Der übliche Weg zum Piloten sei es, mit 18 Jahren zum Militär zu gehen und dann gleich Pilot zu werden. Er war davor fünf Jahre lang Techniker. "Ist ein bisschen ein unüblicher Weg", so Spieß.
"Es gibt einen Punkt im Leben, da muss man sich entscheiden", erklärt er gegenüber "Heute" – entweder zu bleiben oder die Chance zu nutzen. 2014 folgte dann sein Wechsel zur Christophorus Flugrettung. Hier habe er das Nützliche (Menschen helfen) mit dem Schönen (Fliegen) verbinden können.
Er war zuvor bereits ein Jahr als Stützpunktleiter in Wien tätig, dann kam der Sprung nach Krems/Gneixendorf. Seit Juni 2026 ist er nun für die Leitung in Krems zuständig.
"Wir fungieren als Team", erklärt Spieß. In Krems sind es 30 Ärzte, 15 Flugretter und sechs Piloten – er ist einer der Piloten.
Spieß löste in seiner Position als Stützpunktleiter die Piloten-Legende Günter Grassinger (65) ab. "Ich wollte immer Menschen in Not helfen", erklärte dieser seine Motivation gegenüber "Heute". Seinen letzten Flug absolvierte er am 4. Mai.