Studie enthüllt

Neuer Ozean! Afrika zerbricht schneller als angenommen

Neue Forschenden-Erkenntnisse zeigen: Afrika könnte früher auseinanderbrechen als bisher gedacht. Dadurch könnte sogar ein neuer Ozean entstehen.
Newsdesk Heute
08.05.2026, 17:06
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Afrika könnte früher auseinanderbrechen als bisher angenommen. Das zeigt eine neue Studie von Forschenden aus den USA und Großbritannien zum Ostafrikanischen Graben, der sich von Äthiopien bis nach Mosambik zieht. Dort spaltet sich die Somalische Platte langsam von der Afrikanischen Platte ab – langfristig soll dadurch ein neuer Ozean entstehen.

Untersucht wurde der Turkana-Graben in Kenia und Äthiopien. Dort driften die beiden tektonischen Platten jährlich um rund 4,7 Millimeter auseinander. Mithilfe seismischer Messdaten analysierte das Forschungsteam um Christian Rowan von der Columbia-Universität die Dicke der Erdkruste unter den Sedimentschichten.

Die Resultate überraschten die Forschenden: "Wir haben festgestellt, dass die Kontinentaldrift in dieser Zone weiter fortgeschritten ist und die Erdkruste dünner ist, als bisher angenommen", sagt Rowan. In der Mitte des Grabens ist die Erdkruste nur noch etwa 13 Kilometer dick, an den Rändern dagegen mehr als 35 Kilometer.

Kontinent-Trennung gilt als unvermeidlich

Laut der Studie hat damit die sogenannte Necking-Phase begonnen – ein Stadium, ab dem eine spätere Kontinentaltrennung als nahezu unvermeidlich gilt. "Je dünner die Erdkruste wird, desto schwächer wird sie, was die weitere Spaltung begünstigt", so Rowan.

Bis Ostafrika tatsächlich vom restlichen Kontinent getrennt wird, dürften aber noch Millionen Jahre vergehen. Die Forschenden vermuten zudem, dass die geologischen Prozesse auch den außergewöhnlichen Fossilienreichtum der Region erklären könnten. Im Turkana-Gebiet wurden mehr als 1200 Fossilien früher Hominiden gefunden, darunter Lucy.

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