Die Affäre um das Linzer Brucknerhaus kostete Klaus Luger (SPÖ) im Sommer 2024 das Bürgermeisteramt. Der damalige Stadtchef hatte Dietmar Kerschbaum vor dessen Hearing für den Posten als Brucknerhaus-Chef Fragen der Kommission zugespielt.
Später gab Luger ein Gutachten zur Aufarbeitung der Affäre in Auftrag. Auf dessen Beauftragung bezieht sich der Untreuevorwurf, wegen dem sich der mittlerweile 65-Jährige vor dem Landesgericht Linz verantworten muss.
Beim ersten Prozesstermin Anfang Juli räumte Luger ein, dass die Beauftragung der Expertise "ein Fehler" war. Schuldig bekannte sich der mittlerweile pensionierte Ex-Politiker allerdings nicht. Sein Verteidiger erklärte, die Einholung des Gutachtens sei von rechtlicher Seite empfohlen worden.
Ein Urteil gab es an diesem Tag überraschend nicht. Die Richterin wollte zuvor noch jene Anwälte befragen, die mit der Erstellung der Expertise beauftragt worden waren. Deshalb wurde die Verhandlung vertagt.
Jetzt steht der neue Termin fest: Am 21. August wird von 13 bis 16 Uhr weiterverhandelt. Eine Rechtsanwältin und ein Rechtsanwalt sollen zum Gutachtensauftrag befragt werden – vor allem zum strafrechtlichen Teil der Expertise.
Danach soll laut Landesgericht das Urteil fallen. Luger drohen bis zu drei Jahre Haft. Es gilt die Unschuldsvermutung.