"Dark Matter"

Neues Pearl Jam-Album: So gut kann Lärm klingen

Gemeinsam mit Nirvana zählt Pearl Jam zu den Gründervätern des Grunge. Nun hat die Band, nach 30 Jahren im Geschäft, ihr bestes Album abgeliefert.

Magdalena Zimmermann
Neues Pearl Jam-Album: So gut kann Lärm klingen
Eddie Vedder ist der Leadsänger von Pearl Jam.
Universal Music, IMAGO Images

Seit den 1990er-Jahren macht die US-Rockband Pearl Jam ja mittlerweile schon von sich reden. Mit Hits wie "Alive" und "Evenflow" haben sie den Grunge gleichermaßen geprägt, wie es auch Nirvana mit Frontman Kurt Cobain getan haben. In den 30 Jahren ihrer musikalischen Karriere hat sich die Band aber auch weiterentwickelt und so ihr ganz eigenes Genre begründet.

Schneller, lauter, dreckiger

Am Freitag veröffentlichen Pearl Jam nun ihr mittlerweile zwölftes Studioalbum "Dark Matter" und zeigen, dass sie immer noch genau wissen, wie das Business läuft. Die Band rundum Frontman Eddie Vedder (59) liefern ihr wohl bestes Album ab, geben sich gekonnt schnell, laut und vor allem dreckig. Das kommt vor allem in Tracks wie "Scared of Fear" fabelhaft zum Vorschein, aber das immense Tempo wird in "React, Respond" aber noch deutlich übertroffen. Man will sich die Seele aus dem Leib schreien, den Frust hinter sich lassen und Eddie Vedder tut dies - mit seiner eingängigen Stimme.

Doch auf dem Album bleibt auch genügend Platz für ruhigere und poppigere Nummern. "Wreckage" wird wahrscheinlich vor allem live im Stadion perfekt funktionieren, animiert zum Mitsingen und hat echten Hymnen-Charakter. Danach wird es mit "Something special" auch wehmütig und emotional, widmet den Song seinen Töchtern Olivia und Harper.

So kennt man Eddie Vedder ja vor allem von seinen Soloprojekten (Beispielsweise in der Filmmusik zu "Into The Wild") doch auch in Bandformation kann er sich gekonnt nachdenklich inszenieren. Da kann man schon mal zwischen Pogen und Abrocken ein kleines Tränchen verdrücken, das gehört schließlich zu einem echten Rockstarleben auch dazu.

Warum das neue Album "Dark Matter" derart vielversprechend ist, liegt wohl nicht nur an der Band selbst, sondern auch am Produzenten Andrew Watts. Der hat erst im Herbst mit dem neuen Stones-Album "Hackney Diamonds" einen vollen Erfolg einfahren können. Und bei den Jungs aus Seattle scheint dass auch funktioniert zu haben - vielleicht ist old ja wirklich gold...

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    Auf den Punkt gebracht

    • Pearl Jam, eine der Grunge-Bands der 90er Jahre, hat mit ihrem zwölften Studioalbum "Dark Matter" nach 30 Jahren im Geschäft ihr bisher bestes Album veröffentlicht
    • Die Band präsentiert sich schnell, laut und dreckig, bietet aber auch ruhige und poppige Nummern und zeigt damit eine vielseitige Bandbreite
    • Die Produktion durch Andrew Watts, der auch mit den Stones gearbeitet hat, trägt zum Erfolg des Albums bei
    mz
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