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"Nicht einverstanden" – Klare Nadal-Kritik an Djokovic

Am Sonntag entscheidet ein Gerichtsverfahren, ob Tennis-Star Novak Djokovic aus Australien abgeschoben wird. Nun äußerte sich Rivale Rafael Nadal. 
Heute Redaktion
15.01.2022, 16:34

Australiens Einwanderunsminister Alex Hawke machte am Freitag von seinem Recht Gebrauch, das Visum des ungeimpft eingereisten Weltranglisten-Ersten zu stornieren. Djokovic stelle eine Gefahr für Australien dar, so die Argumentation der australischen Regierung. Ob Djokovics Visum tatsächlich im zweiten Anlauf aberkannt und der Serbe ausgewiesen wird, entscheidet sich in einem Gerichtsprozess am Sonntag. Die Anhörung startet um 9.30 Uhr australischer Zeit. 

Djokovic war am 5. Jänner mit einer medizinischen Ausnahmegenehmigung nach einem positiven Corona-Test am 16. Dezemberin Australien eingereist, um die am Montag beginnenden Australian Open zu spielen. Der Serbe peilt seinen 21. Grand-Slam-Erfolg, den zehnten in Melbourne an. Australiens Grenzbehörde sah in der Covid-Infektion allerdings keine Grundlage für eine medizinische Ausnahmegenehmigung. 

Nadal-Kritik an Djokovic

Zwei Tage vor dem Turnierstart meldete sich nun Djokovic-Rivale Rafael Nadal zu Wort. Und stellte sich gegen den Serben, ärgerte sich, dass die Diskussionen um den Weltranglisten-Ersten vom Grand-Slam-Turnier ablenken würden. "Die Australian Open sind viel wichtiger als jeder einzelne Spieler", so der an Nummer sechs gesetzte Spanier, der zum Turnierstart auf Marcos Giron aus den USA treffen wird. "Das Tennis entwickelt sich weiter. Wenn er spielt, ist es in Ordnung, wenn nicht, werden die Australian Open auch ohne ihn ein großartiges Turnier sein", ergänzte Nadal. 

Für die Lage des Serben hat der Mallorquiner nur wenig Verständnis. Er respektiere Djokovic als Person und Sportler, aber sei "mit vielen Dingen, die Novak in den letzten Wochen getan hat, nicht einverstanden." 

Zverev stützt Djokovic

Unterstützung kommt derweil von Alexander Zverev. Der Deutsche gilt als Djokovic-Freund, argumentierte deshalb für den 34-Jährigen. "Er hatte ein Visum, oder? Er ist ja nicht auf gut Glück hierher gekommen. Hast du das Visum, gehst du davon aus, zu spielen", meinte der 24-Jährige in der "Bild". "Ich glaube, würde es nicht um Djokovic, die Nummer eins, gehen, wäre das kein großes Ding. Ich denke, es ist nicht fair, dass eine Person hierher kommt und nicht spielen kann", schloss der Olympiasieger. 

Ob Djokovic am Montag aufschlagen darf, wird sich nun erst wenige Stunden vorher vor Gericht klären...

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