Film-Macher meldet sich jetzt

Nicht "männlich" genug? Hitzige Debatte um "Gladiator"

Seit "Gladiator II" wird über das Männerbild des Films diskutiert. Nun äußert sich Regisseur Ridley Scott zu Vorwürfen.
Heute Entertainment
03.09.2026, 23:00
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Nach "Gladiator II" wollte Ridley Scott eigentlich erneut mit Paul Mescal drehen. Doch der Schauspieler war für ein anderes Großprojekt bereits verplant – daraus entstand ein Gerücht, das sich bis heute hält.

Seit der Veröffentlichung des Films wird darüber diskutiert, wie sehr sich das Männerbild vom ersten Teil unterscheidet. Mescal musste sich dabei immer wieder mit Russell Crowe vergleichen lassen. Laut "Puck" soll Scott ihm sogar deshalb die enttäuschende Performance angelastet und ihn für nicht "männlich" genug gehalten haben. Jetzt meldet er sich dazu selbst zu Wort.

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Mescal ersetzt?

Filme-Macher Scott soll Mescal in "The Dog Stars" in letzter Minute durch Jacob Elordi ersetzt haben. Angeblicher Grund: Seine mangelnde Männlichkeit.

Sein Sprecher weist das gegenüber "Entertainment Weekly" jedoch aktuell zurück: "Nicht wahr. Ridley liebt Paul und hatte sich darauf gefreut, nach der großartigen Zusammenarbeit bei 'Gladiator II" erneut mit ihm an "Dog Stars" zu arbeiten. Leider verhinderte Pauls Probenplan für einen anderen Film letztlich, dass er Ridleys Film drehen konnte." Mescal war bereits für Sam Mendes’ Beatles-Filmreihe als Paul McCartney eingeplant.

Schauspieler sorgte für Wirbel

Die Debatte um Mescal geht dabei über sein Aussehen hinaus. Weil er zuvor queere Rollen spielte, wurde seine Sexualität immer wieder öffentlich und von Usern im Netz zum Thema – obwohl er sich selbst als heterosexuell bezeichnet und mit Popstar Gracie Abrams liiert ist.

Während einige durch seine Besetzung in "Gladiator II" eine "woke" Neuinterpretation der damaligen Zeit befürchteten, wurde der Film offenbar eher in die andere Richtung angepasst.

Denzel Washington bestätigte gegenüber "Gayety": "Ich habe einen Mann auf die Lippen geküsst und ich glaube, sie waren noch nicht bereit dafür."

Dabei sollten die Szenen keine Liebesgeschichten zwischen Männern darstellen. Washington beschrieb seinen Kuss vielmehr anders: "Ich habe ihn etwa fünf Minuten später getötet. Das ist Gladiator. Es ist der Kuss des Todes." Solche Gesten waren in der Welt des antiken Roms nicht ungewöhnlich und hatten keine sexuelle Bedeutung. Der Schauspieler erklärt die Veränderung im finalen Film: "Sie hatten Angst."

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