28 Jahre hat es gedauert, bis sich Österreich wieder für eine Fußball-Weltmeisterschaft qualifiziert hat. 1998 reiste das Team von Trainer Herbert Prohaska mit großen Hoffnungen nach Frankreich, rechnete man sich doch in einer Gruppe mit Italien, Chile und Kamerun Chancen auf den Aufstieg aus. Am Ende kam es jedoch anders: Mit zwei Remis und einer Niederlage schied Österreich als Gruppendritter aus.
Mit dabei war damals auch der heutige LASK-Coach Didi Kühbauer. Im Gespräch mit "LAOLA1" blickt er nun auf das enttäuschende Turnier zurück.
"Als Spieler, zumindest war es bei mir so, willst du zuerst Bundesliga-Profi werden, dann ins Nationalteam, danach ins Ausland. Der nächste Schritt ist ein Großereignis mit dem Nationalteam. Das habe ich alles erreicht, aber bei der Weltmeisterschaft war es leider so, das war für den Hugo", so Kühbauer.
Die Gründe für das frühe Aus sieht er klar: "Das größte Problem war, dass wichtige Spieler verletzt waren. Andi Herzog hatte Probleme mit der Zehe, ich selbst einen Syndesmosebandriss. Und Toni war nicht mehr ganz der Polster , der er 15 Jahre lang war, der Torjäger schlechthin. Er war nicht mehr so in Schuss."
Dem aktuellen Team unter Ralf Rangnick traut Kühbauer hingegen einiges zu: "Die Vorrunde schaffen sie zu 100 Prozent. Und wenn du drüberkommst über die Vorrunde kann immer alles passieren."